Wigratzbad - Priesterseminar St. Petrus

Niederlassungsinfo

22. Dezember 2023: Pater Dr. Arnaud Renard FSSP

Am Freitag, den 22. Dezember, verteidigte P. Arnaud Renard seine Doktorarbeit in Theologie an der Universität Freiburg (Schweiz). In Anwesenheit unseres Generaloberen und mehrerer Mitbrüder sowie seiner Eltern und seines Bruders, der Seminarist ist, stellte er seine Arbeit über „Die Gegenwart und Transzendenz Gottes in der Theologie von Réginald Garrigou-Lagrange OP“ vor. Die Jury bestand aus Dekan Joachim Negel und vier Professoren aus dem Dominikanerorden: Pater Gilles Emery (Betreuer der Dissertation), Pater Bernhard Blankenhorn, Pater Philippe-Marie Margelidon und Pater Luc-Thomas Somme. Seine Arbeit wurde mit „insigni cum laude“ bewertet. Herzlichen Glückwunsch!

 
 

8. Dezember 2023: Seminarausflug nach Maria Vesperbild und Ursberg

Am Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens unternahm die Seminargemeinschaft den ersten Ausflug des akademischen Jahres 2023/24. Ziel war zunächst der Wallfahrtsort Maria Vesperbild bei Ziemetshausen (Bayern), der als der bedeutendste der Diözese Augsburg gilt. In der gleichnamigen Wallfahrtskirche, die im 18. Jahrhundert im Rokokostil errichtet worden war, feierte die Kommunität ein levitiertes Hochamt. Eine besondere Freude war es, den unter dem aktuellen Wallfahrtsdirektor, Msgr. Erwin Reichart, restaurierten und um einen Baldacchino erweiterten Hochaltar sowie das architektonisch umgestaltete Kirchengebäude bestaunen zu dürfen. Im Zuge der Renovierung wurden u. a. das Ostfenster und das Westportal wieder geöffnet, der Aufgang zur Kanzel – die nach wie vor in Gebrauch ist – erhöht, die Sakristei-Einrichtung gänzlich erneuert, und die zahlreichen Votivtafeln erhielten einen neuen Platz am rechten Seitenaltar.
Der Name der Kirche bezieht sich auf das dort verehrte Gnadenbild der Mutter Gottes. Die Pietà, welche das Motiv der seligsten Jungfrau mit ihrem toten Sohn im Schoß darstellt, wird allgemein auch "Vesperbild" genannt, da der Tradition gemäß der Leichnam des gekreuzigten Herrn gegen Abend seiner Mutter übergeben worden war.
Nach einer Führung im Kloster Ursberg, das nur 11 km von Maria Vesperbild entfernt ist und um 1125 als Propstei der Norbertiner erstmals besiedelt wurde, wurde hier zum Abschluss des Tages die Vesper in der feierlichen Form mit gregorianischem Choral und unter Assistenz von zwei Pluvialisten gefeiert. Die weitläufige Klosteranlage beherbergte bis 1802 die Prämonstratensermönche; Ursberg war bis zum selben Jahr Reichsabtei – dem Schwäbischen Reichskreis zugeordnet –; der Abt hatte den Rang eines Fürsten des Heiligen Römischen Reiches inne. Das geschichtsträchtige Gemäuer, das nach dem Dreißigjährigen Krieg neu erbaut werden musste, wird heute von Schwestern der 1897 von Dominikus Ringeisen gegründeten und franziskanisch geprägten St. Josefskongregation, die sich vor allem in Caritas und Bildung betätigt, bewohnt.

 
 

8. November 2023: Neues Foto der Seminargemeinschaft

Wir haben dieses akademische Jahr mit 108 eingeschriebenen Seminaristen aus 19 Ländern begonnen. Es gibt 71 französischsprachige und 37 deutschsprachige Seminaristen. Auch wenn das Priesterseminar nun langsam an seine Belastungsgrenzen kommt, freuen wir uns sehr über die zahlreichen Neueintritte und das stetige Wachstum unserer Gemeinschaft. Deo gratias!

 
 

21. Oktober 2023: Tonsur und Einkleidung in Lindau

Am Samstag, den 21. Oktober, zelebrierte der emeritierte Erzbischof von Vaduz, Wolfgang Haas, in der Stiftskirche von Lindau die Zeremonie der Tonsur und Einkleidung für unsere 17 Seminaristen (10 Franzosen, 1 Spanier, 1 Italiener, 1 Deutscher, 1 Kroate, 1 Pakistani, 1 Schweizer und 1 Tscheche) im zweiten Jahr. Am Vortag wurden sie erstmals für ein Jahr in die Petrusbru-derschaft inkorporiert. Die Zeremonie der Inkoporation wurde von Pater Arnaud Evrat (Generalsekretär der FSSP) geleitet.
▶▶ Hier finden Sie alle Fotos der feierlichen Liturgie in Lindau.

 
 

Unsere Neuen ...

Der Trend der letzten Jahre mit erfreulich hohen Eintrittszahlen scheint sich auch 2023 fortzusetzen: In Wigratzbad sind es 26 junge Männer, die ihr Propädeutikum antreten. Sie stammen aus zwölf Ländern, darunter fünf Deutsche und allesamt aus Bayern. Das amerikanische Seminar der Bruderschaft verzeichnet 20 Neueintritte. In beiden Ausbildungshäusern studieren derzeit insgesamt 198 Seminaristen.

 
 

Beginn des Studienjahrs 2023/24

Vom 12. bis 16. September hat die Gemeinschaft des Seminars wie üblich das neue Studienjahr 2023/24 mit Exerzitien eingeleitet. Der Prediger, ein Priester aus einer deutschen Diözese, der zum ersten Mal Exerzitien im Internationalen Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad erteilte, betonte in seinen Vorträgen die besondere Nachfolge Christi, zu welcher ein Priester gerufen sei, und die Wichtigkeit des inneren Lebens für die Ausübung eines fruchtbaren Priestertums. Dabei berichtete er auch aus seiner eigenen pastoralen Erfahrung in Pfarrei und Diözese, und machte den Seminaristen Mut, sich ganz der göttlichen Vorsehung und der seligen Mutter Gottes, die er das "Herz der Kirche" nannte, anzuvertrauen.
Allen Gläubigen und Freunden der Petrusbruderschaft und unseres Seminars sei für ihre fortwährende Unterstützung ein herzliches Vergelt's Gott gesagt.

 
 

Priesterweihen 2023 – Basilika Ottobeuren

An diesem schönen Samstag, dem 10. Juni 2023, wurden in der großartigen Benediktinerabtei von Ottobeuren zehn Seminaristen aus Wigratzbad zu Priestern für die Ewigkeit geweiht: Fünf Franzosen (Xavier Bourges, Hugues Gilliot, Quentin Hautebert, Stanislas de La Rochefoucauld und Donation Viot), zwei Deutsche (Johannes Bachmaier und Felix Heider), ein Österreicher (Alexander Mayer), ein indischstämmiger Deutscher (Melvin Watts) und ein Schweizer (Andreas Brem). Wir sind unserem Bischof Bertram Meier äußerst dankbar, dass er als erster amtierender Diözesanbischof unsere Priester weihte, nachdem er sie bereits letztes Jahr in Lindenberg zu Diakonen geweiht hatte. Natürlich danken wir auch Abt Johannes Schaber OSB, dass er uns so großzügig seine Abteibasilika für die Weihezeremonie zur Verfügung gestellt hat. Die FSSP freut sich im Jahr 2023 vierzehn neue Priester bekommen zu haben, denn neben den zehn Kandidaten in Ottobeuren wurden drei englischsprachige Seminaristen am 26. Mai in Lincoln (Nebraska) vom Erzbischof von San Francisco geweiht, und ein weiterer Seminarist aus Denton wird am 24. Juni in Australien vom Weihbischof von Sydney geweiht werden. All diese jungen Mitbrüder vertrauen wir besonders Ihrem Gebet an! Zahlreiche Bilder der Weiheliturgie sind hier zu finden.

 
 

Fronleichnam 2023

„Dieses Brot sollst du erheben, welches lebt und gibt das Leben, das man heut den Christen zeigt“, so klingt es in der von Franz Xaver Riedel besorgten Übertragung des Lauda Sion Salvatorem des hl. Thomas von Aquin. Demgemäß haben sich die Gemeinschaft des Seminars, die Priester und Schwestern der Familie Mariens von der Gebetsstätte Wigratzbad und die Gläubigen aus der Umgebung am Hochfest des Leibes und Blutes Christi zur feierlichen Sakramentsprozession versammelt.
Das Fest, das traditionell am Donnerstag nach der Pfingstoktav gefeiert wird, stellt den Glauben an die wirkliche, wahrhaftige und wesenhafte Gegenwart Jesu Christi unter den Gestalten des konsekrierten Brotes und Weines und damit in österlicher Freude das Geheimnis des Gründonnerstags vor Augen: Nachdem der Priester in Person Christi die Einsetzungsworte Hoc est enim corpus meum und Hic est enim calix sanguinis mei gesprochen hat, befinden sich auf dem Altar nicht mehr gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein, sondern der heiligste Leib und das kostbarste Blut Jesu Christi, freilich für die Sinne verborgen. Diesen Glauben, den die Kirche seit ihren frühesten Tagen bekannt hat, der von den Kirchenvätern bezeugt und ununterbrochen von den Päpsten und Konzilien gelehrt worden ist, trägt sie durch die Fronleichnamsprozession hinaus in die Welt. So konnte auch in Wigratzbad unter großer Beteiligung von Gläubigen die Prozession stattfinden, in deren Verlauf an vier Stationsaltären, die von prächtigen Blumenteppichen geschmückt waren, Evangelien vorgelesen und Fürbitten vorgetragen wurden.
Ein Paderborner Sakramentslied sagt: „Triumph, in hehrem Feiertone macht es, Christen, allen kund, und ruft es bis zur fernsten Zone hinaus ins weite Erdenrund!“

 
 

Diakonenweihe 2023

Die Gestratzer Kirche St. Gallus ist nicht nur malerisch schön in den Allgäuer Voralpen gelegen, sie birgt auch kunsthistorische Kostbarkeiten. "Wir sind wirklich am rechten Ort", bemerkte Erzbischof Haas in seiner Predigt und machte die Gläubigen auf eine Aposteldarstellung an der Brüstung der Empore aufmerksam. Es treffe sich gut, dass die Weihe im Zusammenhang mit der Messe zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria, der Königin der Apostel, stehe und der Lesungstext an die Jünger und Frauen erinnere, die im Abendmahlssaal betend versammelt waren, um den Heiligen Geist zu erwarten. "Es ist die erste und wichtigste Aufgabe des Geweihten, ein Mann des Gebets zu sein", so der Bischof. Auf dieser Grundlage übe der Diakon seinen heiligen Dienst in Liturgie, Verkündigung und Katechese aus, um viele für die Nachfolge Christi zu begeistern. In diesem Jahr waren es drei Deutsche, ein Franzose, ein Tscheche, ein Portugiese und ein Seminarist mit ungarischen Wurzeln, die vor den Bischof hintraten, um sich in den Dienst nehmen zu lassen. Per Handauflegung vollzog Wolfgang Haas den Weiheakt und übergab den neuen Diakonen Stola, Dalmatik und Evangelienbuch als Zeichen für ihre Aufgaben in Liturgie und Verkündigung. Das Priesterseminar St. Petrus erhält noch die Tradition von sieben Weihestufen aufrecht, wobei erst das Diakonat dem eigentlichen Weihesakrament zugerechnet wird. Für die Seminaristen ist es der letzte Stufe vor der Priesterweihe, die sie im Sommer 2024 empfangen werden. Einstweilen werden die Diakone pastorale Erfahrungen in den Apostolaten der Petrusbruderschaft sammeln.

 
 

Bitttage 2023

In den stillen Stunden des Morgens hat sich die Kommunität an den zwei Tagen vor Christi Himmelfahrt versammelt, um die traditionellen Bitttage mit ihren Prozessionen zu begehen. Die Flur-Prozession führte jeweils um das Seminargebäude herum, während die Allerheiligen-Litanei gesungen wurde, die um besondere Bitten um gedeihliches Wetter, eine reiche Ernte und den Schutz vor jeglichem Unheil erweitert wird; an einer Station angelangt, spendete der Zelebrant den Segen für Felder, Wiesen und Wald. Die Bitttage vor Christi Himmelfahrt werden, in Abgrenzung zum 25. April, dem Fest des hl. Apostel Andreas, auch litaniae minores bzw. rogationes genannt: Sie sind im südgallischen Raum entstanden (man schreibt ihre Einsetzung dem hl. Mamertus zu, der im 5. Jahrhundert Bischof von Vienne war, aber auch frühere zeitliche Ansätze werden diskutiert) und unter dem Pontifikat von Papst Leo III. (795–816) wurden sie auch in Rom Brauch. Die Texte des Messformulars nehmen Bezug auf Buße – die liturgische Farbe ist Violett – und auf die Erhörung des Gebets. Schon im Evangelium des vorangegangenen 5. Sonntags nach Ostern heißt es: „Bisher habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei“ (Joh 16,24). Somit erfüllt die Kirche den Auftrag in den nachfolgenden Tagen, im Namen Jesu zu bitten, und vertraut darauf, von ihrem Herrn erhört zu werden. Und wie uns das göttliche Leben geschenkt wurde in der Feier des Osterfestes, so vergisst die Mutter Kirche auch nicht, für das natürliche Leben zu bitten und die Natur zu segnen. Vor allem anderen aber steht das flehentliche Gebet um Vergebung der Sünden.

 
 

Ostern 2023 - Resurrexi

Mit diesem Video geben wir Ihnen noch einen kleinen Eindruck der Osterliturgie diesen Jahres in der schönen Wallfahrtskapelle in Itzlings. Der Gesang der Schola wurde in der Kapelle des Priesterseminars eingesungen.

 
 

9. April 2023 - Ostern

Die feierlichen Liturgien der Kar- und Ostertage bilden nicht nur den Höhepunkt im Kirchenjahr, sondern sind natürlich auch in der Seminargemeinschaft von besonderer Bedeutung. Die kleine Wallfahrtskapelle Maria Hilf im benachbarten Itzlings war auch in diesem Jahr der Ort vieler Liturgien. Das kleine Wallfahrtskapellchen geht auf die wundersame Heilung eines Landwirts Mitte des 17. Jahrhunderts zurück und wurde im Jahr 2015 aufwendig und wunderbar renoviert. Pfarrer Weber stellt diese Kapelle der Seminargemeinschaft gerne zur Verfügung. Die Seminaristen und Priester des Seminars wünschen Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest.

 
 

20. März 2023 - Seminarausflug

Am Fest des hl. Joseph (20. März) unternahm die Gemeinschaft des Priesterseminars einen Tagesausflug zu zwei altbayerischen Sehenswürdigkeiten, der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum in Sielenbach und dem ehemaligen Doppelkloster des Erlöserordens in Altomünster.
In Sielenbach feierte die Kommunität mit Erlaubnis des Deutschen Ordens, der die dortige Wallfahrtskirche betreut, ein levitiertes Hochamt, nachdem P. Norbert Rasim OT die Seminaristen begrüßt hatte. Der Name der Kirche geht auf eine Pietà im 16. Jahrhundert zurück, die im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen in das umliegende Jochmoos geworfen wurde. Dort fand und barg sie ein frommer Hirte, der die Skulptur zur Verehrung in einem hohlen Birnbaum ausstellte. Nach Gebetserhörungen, die dem Bildnis zugeschrieben wurden, errichtete man dort zunächst eine Kapelle. 1668 wurde dann auf Betreiben des Komtur des Deutschen Ordens, Philipp Jakob von Kalthental, die heutige Wallfahrtskirche geweiht. Der Bauplan war vom Kontur persönlich entworfen worden, inspiriert von seinen Russland- und Griechenlandreisen. Die Kirche wurde um den namensgebenden Birnbaum herum gebaut. Leider ist nur noch ein Teil des Stammes erhalten, der hinter dem Hochaltar zu sehen ist und in dem nach wie vor das Gnadenbild seinen Platz hat.
Am Nachmittag ging es weiter zum nahen Altomünster, das nach dem hl. Alto benannt ist. Der irische Wandermönch verließ einst wie der hl. Bonifatius die Insel, um auf dem europäischen Festland das Evangelium zu verkünden. Pippin der Jünger, der Vater Karls des Großen, schenkte dem Mönch einen Wald und ein Kloster. Zwar wird diese Darstellung von der Forschung infrage gestellt, die Existenz Altos gilt aber als gesichert. Auch heute noch vertrauen die Gläubigen auf seine Fürsprache, besonders bei Leiden des Kopfes. Bis zur Auflösung im Jahr 2017 war das Kloster der einzige Sitz des Erlöserordens in Deutschland, der auf die hl. Birgitta von Schweden zurückgeht und an der traditionellen Birgittinnen-Krone der Nonnen zu erkennen ist. Wie für den Erlöserorden üblich, beherbergte Altomünster sowohl männliche als auch weibliche Ordensangehörige in zwei voneinander getrennten Trakten. Auch in der Klosterkirche, die von 1763 bis 1766 im Rokokostil erbaut wurde, gab es getrennte Abteile für die Verrichtung des Chorgebets: Man sah sich nicht, sang aber zusammen. Heute beherbergt Altomünster ein Museum mit wechselnden Ausstellungen zur Geschichte des Klosters.

 
 

19. März 2023 - Besuch des deutschen Nuntius

Am Sonntag, den 19. März besuchte uns der Apostolische Nuntius von Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović. Er war zunächst Nuntius in der Ukraine und anschließend bis 2013 Generalsekretär der Bischofssynode. Der Nuntius nahm an der Vesper teil und aß anschließend mit uns zu Abend, zusammen mit Pfarrer Weber der benachbarten Pfarrgemeinde Opfenbach und dem Wallfahrtsdirektor der Gebetstätte Wigratzbad. Zum Abschluss des Abends hielt er den Priestern und Seminaristen einen Vortrag und beantwortete ihre Fragen. Unsere vier Seminaristen mit kroatischen Wurzeln waren auf das nachfolgende Foto besonders stolz, da der Nuntius Eterović ebenfalls kroatischer Abstammung ist.

 
 

28. Februar 2023 - Niedere Weihen

Aufgrund der großen Anzahl an Weihekandidaten, ist es in den vergangenen Jahren üblich geworden, die Kandidaten der Subdiakonenweihe und der Niederen Weihen nicht mehr in einer Zeremonie zu weihen, sondern zwei verschiedene Weihetage zu veranschlagen. Nachdem die neuen Subdiakone bereits am 11. Februar geweiht wurden, haben wir erneut die Ehre, das Erzbischof Wolfgang Haas die Niedere Weihen von 32 Seminaristen vornimmt. Die Weihezeremonie fand erneut in der Pfarrkirche in Gestratz statt, die uns freundlicherweise von Pfarrer Werner Badura für diese Liturgie überlassen wurde.

 
 

15. Februar 2023 - Subdiakonenweihe

Am 11. Februar weihte Erzbischof Wolfgang Haas in der Gestratzer Pfarrkirche St. Gallus acht Seminaristen der Petrusbruderschaft, darunter auch drei deutsche Kandidaten, zu Subdiakonen. In seiner Predigt ging der Bischof auf die verschiedene Riten der Weiheeremonie ein: Die Berührung der noch leeren heiligen Gefäße und des Lektionars sowie die Übergabe der heiligen Gewändern. "Empfangt den Kelch mit der Patene", sprach er zu den Kandidaten, "und erfüllt sie immer wieder neu mit euren Gaben und der Bereitschaft, euch für das Reich Gottes einzusetzen. Empfangt das Epistelbuch und tragt das schriftgewordene Wort Gottes mit Herz und Verstand vor, damit sie in die Herzen der Gläubigen eindringen." Mit der Übergabe des Schultertuchs, so der Bischof weiter, sei der Auftrag verbunden, das eigene Reden zu zähmen und nur das zu sprechen, was gottgefällig sei. Der Manipel solle daran erinnern, den Menschen gute Werke zu schenken. Die Bekleidung mit der Tunika stehe schließlich für eine echte Glaubensfreude, welche die zukünftigen Subdiakone ausstrahlen sollen. Für die acht Seminaristen ist das Subdiakonat die letzte Etappe, bevor sie mit dem Diakonat und schließlich dem Priestertum das eigentliche Weihesakrament empfangen werden.

 
 

8. Februar 2023 - Halbjahresexerzitien

Nach der Prüfungsphase und vor Beginn des Sommersemesters kamen die Seminaristen in den Genuss einer Woche Exerzitien. Der deutschsprachige Exerzitienmeister war P. Georg Fischer vom Deutschen Orden, der französischsprachige war Msgr. Jean-Pierre Ravotti, Kanoniker an der Kathedrale von Mondovi im Piemont.

 
 

1. Februar 2023 - Semesterprüfungen

Die Seminaristen beginnen tapfer ihre zweite Woche der Semesterprüfungen. Der kommende Freitag wird der letzte Tag der Prüfungszeit sein, dann können sich die Seminaristen in der darauffolgenden Woche geistlichen Prüfungen und Übungen zuwenden, da die Halbjahres-Exerzitien beginnen werden.

 
 

28. Januar 2023 - Pater Pierre Gaudray, ein Mann Gottes

Heute vor genau zehn Jahren ist Pater Pierre Gaudray verstorben, der über 20 Jahre lang unser Priesterseminar in besonderer Weise geprägt hat. Von 1990 bis 2013 war er Beichtvater, Seelenführer sowie priesterlicher Freund und Vaterfigur für einige Priestergenerationen der Petrusbruderschaft. Obwohl er als junger Franzose in Deutschland Kriegsgefangener war, liebte er Deutschland ganz besonders. Daher war er der ideale Brückenbauer in unserem Seminar zwischen der französischen und deutschen Sprachgruppe. Herr, gib ihm die ewige Ruhe!