Subdiakonenweihe in Gestratz

© Petrusbruderschaft
Am Samstag, den 14. Februar, erteilte der emeritierte Erzbischof von Vaduz, Wolfgang Haas, zwölf Kandidaten des Prieserseminars St. Petrus in der Gestratzer Pfarrkirche die Subdiakonenweihe.
Die Weihe zum Subdiakon, die alljährlich in den Seminaren der Petrusbruderschaft auch nach der Neuordung der Weiheämter im Jahr 1972 aufgrund ihrer spirtuellen Bedeutung gespendet wird, gilt als die erste der höheren Weihen, ist jedoch nicht Bestandteil des Weihesakramentes. Ihre Bedeutung ist vergleichbar mit einem ‚Verlöbnis‘; die Kandidaten bringen ihre Entschiedenheit zum Ausdruck, sich endgültig an Christus und die Kirche binden zu wollen.
In seiner Ansprache forderte Wolfgang Haas die Kandidaten auf, sich an die Muttergottes zu wenden, damit sie Jesus in ihnen forme und ihnen seine Hingabe für ihren zukünftigen Dienst vermittle. "Das ganze christliche Leben bestehe darin", so Haas, "Christus in uns zu gebären und ihn dort leben zu lassen." Maria sei so sehr mit ihrem Sohn verbunden, dass sie nichts anderes wünsche, als dass die Kirche heilig und makellos sei. In dieser Zuversicht sollen die zukünftigen Subdiakone stets vor sie hintreten und als ihre Mutter anrufen. Der Bischof gab den Kandidaten schließlich die Worte Mariens, die sie zu den Dienern auf der Hochzeit zu Kanaa gesprochen hatte, als Auftrag mit auf den Weg: "Was auch imme mein Sohn euch sagt, das tut."
In der folgenden Weihezeremonie reichte Bischof Haas den Kandidaten Kelch und Patene zur Berührung – als Zeichen ihres zukünftigen Dienstes am Altar und legte ihnen die liturgischen Gewänder des Subdiakons an. Schließlich übergab er Ihnen das Lektionar – zur Aufgabe der Neugeweihten wird künftig auch der Vortrag der Lesung in der heiligen Messe gehören.