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Stärkster Weihejahrgang der FSSP

Vor mehr als 1.200 Gläubigen wurden am Samstag in Lindenberg im Allgäu 13 Seminaristen der Priesterbruderschaft St. Petrus zu Priestern geweiht. Bischof Marc Aillet rief die Kandidaten zu Heiligkeit, Demut und Treue zur Kirche auf.
 

© Priesterbruderschaft St. Petrus

Am Samstag, 20. Juni, wurden 13 Kandidaten des internationalen Priesterseminars St. Petrus in Lindenberg im Allgäu zu Priestern geweiht. Die feierliche Liturgie begann um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Das als „Westallgäuer Dom“ bekannte Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, sodass zahlreiche Gläubige die knapp vierstündige Zeremonie nur im Stehen mitverfolgen konnten.

Die Priesterweihen spendete Msgr. Marc Aillet, Bischof von Bayonne in Frankreich. Die Neupriester stammen aus neun Nationen: Frankreich, Portugal, Österreich, Polen, Kroatien, Italien, Schweden, Tschechien und Ungarn. Vier von ihnen werden künftig im deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus eingesetzt.

In seiner Predigt stellte Bischof Aillet die Gottesmutter Maria als Vorbild des priesterlichen Lebens heraus. Maria sei „die Mutter des ewigen Hohen Priesters und zugleich auch in besonderer Weise die Mutter aller Priester“. Ihre Hingabe und „vollständige Erfüllung des göttlichen Willens“ seien Maßstab für jeden Priester.

Mit Blick auf das Evangelium erinnerte der Bischof an die Worte Christi: „Selig, die das Wort hören und es befolgen.“ Dies gelte von Maria und solle auch für die Priester gelten. Die Weihe befähige die Kandidaten dazu, „das Heiligste zu tun“, nämlich das Opfer Christi auf dem Altar gegenwärtig zu setzen.

Besonders eindringlich verwies Aillet auf die Mahnung der Liturgie: „Ahmt nach, was ihr tut.“ Die Neupriester seien aufgerufen, ihr Leben immer mehr dem anzupassen, was sie in den heiligen Handlungen vollziehen. Zugleich erinnerte er daran, dass jeder Priester seine eigene Schwäche kenne und sich deshalb als „erwählt aus reiner Barmherzigkeit“ verstehen müsse.

Das Priestertum, so der Bischof, bedürfe keiner Neudefinition. Unter Bezugnahme auf Papst Leo XIV. betonte er: „Es ist alles gesagt, der sakramentale Charakter macht das Wesen dieses Amtes aus.“ Priester handelten „in Persona Christi Capitis“, als Werkzeuge der Gnade Christi, und seien deshalb zu einem Leben der Heiligkeit, der Treue und des demütigen Dienstes verpflichtet.

Zum Abschluss rief Aillet die Weihekandidaten zur unverbrüchlichen Einheit mit dem Nachfolger des Apostels Petrus auf. Nur in dieser Treue könne ihr Dienst „zum Segen und zum Heil der Seelen werden“.

Bereits am 28. Mai waren zwölf Kandidaten des amerikanischen Priesterseminars der Petrusbruderschaft in Omaha zu Priestern geweiht worden. Mit insgesamt 25 Neupriestern verzeichnet die Priesterbruderschaft St. Petrus damit den stärksten Weihejahrgang ihrer Geschichte.

Nach der Feier konnten sich die Gläubigen bei hochsommerlichen Temperaturen auf einem nahegelegenen Schulgelände bei Gegrilltem und kühlen Getränken stärken.

Weitere Fotos der Zeremonie finden Sie in unserer Bildergalerie.