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Neues Apostolat: Eröffnungsmesse in Oberhausen

Mit einem feierlichen Hochamt übernahm die Priesterbruderschaft St. Petrus am 12. Januar, dem Fest der heiligen Familie, die Seelsorge in der Kirche St. Joseph in Oberhausen-Styrum und eröffnete damit ihre zweite Niederlassung im Ruhrgebiet. Die Liturgie leitete Pater Martin Klein, der für St. Joseph künftig zuständig sein wird, assistiert vom Distriktsoberen Pater Gerstle und seinem Mitbruder aus der Niederlassung Gelsenkirchen, Pater Michael Ramm.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus ist seit den 90er Jahren im Ruhrgebiet tätig. Was mit gelegentlichen Messvertretungen in Recklinghausen begann, entwickelte sich zu einem ständigen Engagement. 2009 bezog man in Gelsenkirchen eine feste Bleibe, ein Jahr später wurde dort ein zweiter Priester stationiert. Das Wachstum des Apostolats und die zunehmend leerstehenden Kirchen im Bistum Essen gaben schließlich den Anstoß, nach einem eigenen Gotteshaus in der Region Ausschau zu halten. Bischof Overbeck sagte hierfür seine Unterstützung zu. In der von der Schließung bedrohten neugotischen Kirche St. Joseph in Oberhausen und dem nahegelegenen Elisabethhaus als Wohn- und Gemeindehaus fand man schließlich die ideale Lösung. Mit den Vertretern der zuständigen Pfarrei Herz Jesu war man sich schnell einig: Die örtliche Gemeinde wird auch künftig ihre Gottesdienste in Absprache mit der Petrusbruderschaft, dem Hauptnutzer der Kirche, in St. Joseph abhalten können.

Zur Eröffnungsmesse fanden sich erfreulicherweise auch zahlreiche Pfarreiangehörige in der Josephskirche ein, die mit etwa 250 Gläubigen nahezu voll besetzt war. Vincent Graw, Pfarrer der hiesigen Gemeinde, dankte in seiner Predigt der Petrusbruderschaft für die Übernahme der Seelsorge und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das zukünftige Miteinander von Bruderschaft und ansässiger Pfarrgemeinde vom Geist der Heiligen Familie geprägt sei: Von Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut, Geduld, wie es der Apostel Paulus im Lesungstext schreibt.

Das erste Mal seit der Liturgiereform in den 60er Jahren erlebte St. Joseph wieder eine heilige Messe im Überlieferten Ritus. Angehörige der Pfarrei zeigten sich beim anschließenden Empfang im Elisabethhaus sichtlich bewegt von der Würde und Sakralität der Zeremonie. Wenn nur ein Teil der Messbesucher wieder den Weg nach St. Joseph findet, ist der Grundstock für ein vielversprechendes Apostolat gelegt.

Fotos: Bernd Musiol