Wigratzbad - Priesterseminar St. Petrus

Niederlassungsinfo

20 März 2021 - Ausflug

Das Fest des hl. Joseph hat in diesem Jahr, das durch Anordnung des Heiligen Vaters besonders dem heiligen Nährvater Jesu geweiht ist, einen besonderen Rang. Daher hat die Seminargemeinschaft die Gelegenheit ergriffen noch einen letzten Ausflug in die schneebedeckten Berge zu unternehmen, bevor der Frühling hereinbricht. Ein wunderschöner Tag zu Ehren des hl. Josefs ...

 
 

12. März 2021 - Disputatio

Für jedes Priesterseminar sollte der 7. März, das Fest des hl. Thomas von Aquin, von herausragender Bedeutung sein, da sich die Ausbildung der Alumnen an den Werken dieses großen mittelalterlichen Kirchenlehrers orientieren soll. Leider legen die heutigen Ausbildungsrichtlinien an den Priesterseminaren andere Schwerpunkte. In Wigratzbad hat dieser Heilige nach wie vor einen hohen Stellenwert und sein Fest wird als Hochfest begangen (in diesem Jahr auf den 8. März verschoben, weil der 7. März ein Sonntag war). Zu Ehren des heiligen Kirchenlehrers und um die Latinitas im Haus zu pflegen, wird zu einem bestimmten Thema in klassisch mittelalterliche Weise in lateinischer Sprache disputiert. In diesem Jahr war es ein etwas schwierigeres Thema, es stand nämlich der eudämonistische Charakter der thomistischen Moral zur Debatte: utrum homo necessarie beatitudinem vult? (Erstrebt der Mensch notwendigerweise das Glück?) Humorvoll, ja geradezu komisch begann die Auseinandersetzung und wurde allmählich ernster und komplexer. Den Abschlussmonolog machte, immer noch auf Latein, Herr Hewett, unser neuer Lehrer für die klassischen Sprachen. Er ist Amerikaner und unterstrich als solcher den Vorteil der universellen lateinischen Kirchensprache mit der Deutsche, Franzosen, Holländer, Italiener und Polen humorvoll sowie ernsthaft und sachlich miteinander diskustieren können. Deo gratias!

 
 

7. März 2021 - Niedere Weihen

Nach der Subdiakonatsweihe am 13. Februar trafen wir uns am Samstag, 6. März, erneut mit Erzbischof Wolfgang Haas für die Zeremonie der Niederen Weihen. Normalerweise werden diese Weihen zusammen mit dem Subdiakonat erteilt, aber was ist in Pandemiezeiten schon normal ... Vierzehn Seminaristen erhielten die Weihe des Ostiariers, Lektors, Exorzisten und Akolythen im Rahmen einer bischöflichen Stillmesse in der Seminarkapelle. Am 8. Mai werde wir die Diakonenweihe haben und hoffen sehr, dass bis dahin die Coronamaßnahmen wieder eine schöne öffentliche Feier ermöglichen.

 
 

14. Februar 2021 - Subdiakonenweihe

Gestern, am 13. Februar, wurden neun Seminaristen in unserer Seminarkapelle in Wigratzbad, im Rahmen einer von Erzbischof Wolfgang Haas zelebrierten Stillmesse, zu Subdiakonen geweiht. Dieser Weihejahrgang ist besonders international, mit drei Franzosen, einem Deutschen, einem Österreicher, einem Belgier, einem Kanadier, einem Waliser und einem Venezolaner. Mit den in Amerika am 6. Februar geweihten Kandidaten hat unsere Gemeinschaft nun 18 neue Subdiakone geschenkt bekommen. Die Diakonenweihe ist in Wigratzbad für Mai geplant, dann werden diese Neuegeweihten im September in verschiedene Regionen entsandt, um deren letztes Ausbildungsjahr auch mit praktischer Seelsorgsarbeit vor Ort zu bereichern.

 

 
 

11. Februar 2021 - Exerzitien zum Halbjahr

Die Seminaristen beenden am kommenden Freitag ihre Exerzitien nach dem Wintersemester. Eine gute Möglichkeit, die anstrengende Prüfungszeit hinter sich zu lassen und geistlich aufzutanken! Die Exerzitienvorträge wurden aus französischer Seite von Pater Frédéric Roseau FSSP gehalten und die Deutschsprachigen erhielten ihre geistige Nahrung von Pfarrer Georg Müller, Pfarrer der Pfarrei Hl. Edith Stein in Schifferstadt und Offizial des Bistums Speyer. Am Samstag, den 13. Februar, wird Erzbischof Wolfgang Haas in der Seminarkapelle 9 neue Subdiakone weihen. Neun weitere wurden vor einer Woche in unserem Priesterseminar in den Vereinigten Staaten von Erzbischof Cordileone von San Francisco geweiht.

 
 

30. Januar 2021 - Beginn des Sommersemesters

Die Prüfungen sind geschrieben und endet auch das Wintersemster dieses Studienjahres. Nach einer kurzen Unterrichtswoche ziehen sich die Seminaristen in geistliche Exerzitien zurück, die am Samstag, den 12. Februar, mit der Subdiakonenweihe enden, die von Erzbischof Wolfgang Haas in der Seminarkapelle erteilt wird.

 
 

15. Januar 2021 - Gutes Neues Jahr!

Nach den Weihnachtsferien kehrten die Seminaristen nach Wigratzbad zurück und der Vorlesungsbetrieb wurde wieder aufgenommen, allerdings nur für eine Woche. Das Semester endet mit einigen Tagen Lernen für die Prüfungen. Zum Glück, gibt es momentan genügend Möglichkeit sich von der Paukerei etwas abzulenken. Alles, was Sie tun müssen, ist nach draußen zu gehen und die dicke Schneedecke zu genießen ...

 
 

26. Dezember 2020 - Frohe Weihnachten

Unser erstes Quartal endete mit der Feierlichkeit der Geburt des Herrn. Die Seminaristen trennten sich für zwei Wochen, um sich in ihren Ferien etwas zu erholen. Wir werden sie am 10. Januar wiedersehen, für ein neues Jahr, für das wir Ihnen schon jetzt Gottes reichen Segen wünschen und das wir mit dem Heiligen Vater und der ganzen Kirche der Obhut des heiligen Josef anvertrauen.

 
 

10. Dezember 2020 - Ausflug zum Immaculatafest

In Wigratzbad zeigt sich die wunderbare Winterlandschaft nun dauerhaft. Am 8. Dezember, nach der feierlichen Messe am Fest der Unbefleckten Empfängnis, nutzt die gesamte Seminargemeinschaft den Feiertag um einen gemeinsamen Wanderausflug zu unternehmen. Unsere Wanderung führte uns, nach ein paar Kilometern, zum Wallfahrtskirchlein in Pfärrich, dann ging es mitten im Wald weiter, mit einem Stopp zum Mittagessen. Ein wunderbarer Tag für alle ...

 
 

7. Dezember 2020 - Erste Schhneeflocken

Nur noch drei Wochen und das lange erste Semesterquartal wird zu Ende sein. Die ersten Schneeflocken sind gefallen, zur großen Freude einiger Seminaristen, die noch nie zuvor Schnee gesehen hatten. Weihnachten steht vor der Tür, und wir haben bereits den im Seminar sehr beliebten Nikolaustag feiern können. Die Nacht bricht schnell herein und die Tage sind kurz, aber stets gut gefüllt, und die Seminaristen wissen ihre Freizeit gut zu nützen!

 
 

24. November 2020 - Freie Tage

Der Spiritual der Seminargemeinschaft, P. Patrick du Faÿ de Choisinet (zweiter von links), kümmert sich nicht nur um das geistliche Wohl der Seminaristen, sondern hin und wieder auch um deren körperliche Ausgeglichenheit. Während der freien Tage begleitet er eine kleine Gruppe in die Berge. Pater du Faÿ spricht fließend beide Seminarsprachen und ist zudem Gründungsmitglied der Petrusbruderschaft. Daher eine wichtige Priesterpersönlichkeit für alle Seminaristen und die ganze Bruderschaft.

 
 

5. November 2020 - Seminargemeinschaft des Studienjahres 2020/21

Unsere Kommunität in ihrer ganzen Pracht. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir in diesem Jahr mit den Mitbrüdern in unserem amerikanischen Seminar in Denton so viele Seminaristen haben, wie noch nie in unserer Geschichte. Beide Seminare zusammen bilden in diesem Studienjahr 162 Seminaristen aus. Eine stolze Zahl, aber auch eine große Verantwortung. Wir bitten um Ihr Gebet, dass jeder seine Berufung immer klarer erkennt und mit freudigem Herzen dem Priestertum entgegengeht.

 
 

31. Oktober 2020 - Letzte Tage des Goldenen Herbst'

In unmittelbarer Nähe des Priesterseminars kann man in der wunderbarsten Berglandschaft wandern. Da der diesjährige Herbst uns einige goldene Tage beschert, war die Entscheidung leicht gefallen, den ersten Seminarausflug des neuen Studienjahres in die Berge zu unternehmen. Immer wieder ein schönes Bild, wenn nahezu hundert Seminaristen gemeinsam die Gipfel erklimmen. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der erste Schnee fällt ...

 
 

18. Oktober 2020 - Einkleidung und Tonsur

Leider beschert uns das Corona-Virus bzw. das politische Maßnahmenpaket immer noch große Beschwerden. Daher war es zum ersten Mal in der Geschichte des Wigratzbader Seminars notwendig, die Einkleidung der Seminaristen nach Sprachgruppen zu trennen und an zwei verschiedenen Orten durchzuführen. Die elf deutschsprachigen Seminaristen hatten die Freude, wie geplant die Tonsur aus den Händen von Erzbischof Wolfgang Haas im Lindauer Münster zu empfangen (Bild oben). Die neun Franzosen hingegen wurden von unserem eigenen Generaloberen P. Andrzej Komorowski in der Seminarkapelle tonsuriert (Bild unten). Auch wenn der Rahmen hier weniger feierlich war, als jener in Lindau, werden auch die französischsprachigen Seminaristen diese besondere familiäre Feier in guter Erinnerung behalten.

 

 
 

Oktober 2020 - Kleine Wallfahrt nach Rom

Einige Jahre war es der Brauch, dass die Seminaristen des ersten Jahres eine Wallfahrt nach Rom unternahmen. Leider konnte dies in den letzten Jahren nicht mehr realisiert werden. Deshalb haben die französischsprachigen Seminaristen des sechsten Jahres das Heft in die Hand genommen und die Möglichkeit bekommen eine Woche in der Ewigen Stadt verbringen zu dürfen. Sie beteten am Grab unseres Patrons, pilgerten zu den großen Hauptkirchen und wurden von den Mitbrüdern in unserer römischen Pfarrei "SS. Trinita dei Pellegrini" herzlich aufgenommen.

 
 

11. Oktober 2020 - Erste Besichtigungen der Neuen

Inzwischen sind auch die neuen Seminaristen eingetroffen. Das regelmäßige und zahlreiche Gebet der tausenden Mitglieder der Konfraternität St. Petrus zeigt auch in diesem Jahr gute Früchte. Insgesamt sind 23 junge Männer neu in das Priesterseminar eingetreten. 16 Kandidaten für die französischsprachige und 7 für die deutschsprachige Gruppe. Um insbesondere den neuen französischen Mitbrüdern die wunderschöne Gegend um Wigratzbad näher zu bringen, werden auch in den ersten Wochen und Monaten zahlreiche Ausflüge in die Gegend unternommen. Der erste dieser Art ging zur wunderbaren Rokoko-Klosterkirche Birnau und zur malerischen Stadt Meersburg Bodensee. Wir bitten Sie um das Gebet für unsere Neuen.

 
 

12. September 2020 - Wallfahrt zu Beginn des neuen Studienjahres

Bevor die französischen Seminaristen am Ende der Sommerferien wieder ins Seminar zurückkehren, treffen sie sich im Burgund zu einer kleinen Wallfahrt. Von der Kirche "Notre Dame de la Chaux" bis zur romanischen Abteikirche Saint Philibert pilgerten die Seminaristen und einige Familien aus der Umgebung, um für Berufungen zu beten.

 
 

Sommer 2020 - Bauarbeiten im Seminar

Die Wochen der Quarantäne im Seminar haben nicht nur die Stärken und Schwächen jedes einzelnen der Seminargemineschaft gezeigt, sondern auch Schwachstellen der Infrastruktur im Haus zutage treten lassen. Daher nutzen wir die Wochen der Sommerferien, um einiges am Gebäude zu renovieren, reparieren oder zu erweitern. Hoffentlich wird alles fertig sein, wenn die Seminaristen zurückkehren werden. Ihnen allen wünschen wir einen erholsamen Sommer.

 
 

26. Juli 2020 - Ferien im Priesterseminar

Nachdem die theologische Weiterbildungsveranstaltung, der sogenannte "Theologische Sommer", in den Räumlichkeiten des Seminars erfolgreich zu Ende gegangen ist, stehen nun noch die Priesterexerzitien an, die ebenfalls im Priesterseminar angeboten werden. Einige ausländische Seminaristen halten sich auch während der Ferien noch im Seminar auf, um dort bei den Veranstaltungen zu helfen oder weil sie aufgrund der Corona-Reisebschränkungen noch nicht in ihr Heimatland reisen dürfen. Wir hoffen alle sehr, dass die Sommermonate nicht nur erholsam für alle Seminarbewohner sein werden, sondern auch Beruhigung bezüglich der Corona-Epidemie bringen werden.

 
 

27. Juni 2020 - Priesterweihen in Frankreich

Die Priesterweihen der französischen Kandidaten (Gauthier Guillaume, Charles Marchand, Vianney Savy) konnten wie geplant am heutigen Tag in Frankreich stattfinden, während die deutschen Kandidaten zum vorgezogenen Termin am 24. Mai in der Seminarkapelle geweiht wurden. Die Corona-Beschränkungen waren glücklicherweise in Frankreich nicht so streng wie in Deutschland, sodass viele Mitbrüder und auch zahlreiche Familienangehörige und Gäste in der großen Kathedrale in Laon Platz fanden. Die Kathedrale bot einen ganz besonders feierlichen Rahmen, sodass der Tag für alle ein großartiges und gnadenreiches Ereignis darstellte. Mit diesem Weihetag fand auch das Studienjahr sein Ende und die Seminaristen wurden in die Ferien entlassen. Wir alle hoffen, dass im September der Seminarbetrieb wieder unter normalen Bedingungen aufgenommen werden kann. Die Seminaristen werden im Sommer ihre vierwöchige Apostolatszeit absolvieren und hoffentlich gut erholt aus den Ferien zurückkehren.

 
 

18. Juni 2020 - Semesterprüfungen

Ein ganz besonderes Studienjahr neigt sich dem Ende zu. Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen werden wohl einen einzigartigen Abschnitt in der Seminarchronik hinerlassen. Aber bevor die Seminaristen in den Sommerurlaub gehen dürfen und ihre vierwöchige Apostolatszeit verbringen werden, müssen sie auch noch zeigen, was Sie im Sommersemester neben dem Einhalten von Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und Kochen für die ganze Kommunität noch gelernt haben. Auch wenn der akademische Betrieb seit Beginn der Pandemie deutlich eingeschränkt war, konnten inzwischen doch fast alle Fächer bis zum Ende unterrichtet und nun auch geprüft werden. Im kommenden Studienjahr erwarten wir wieder jede Menge Neueintritte, für die wir jetzt schon um Ihr geschätztes Gebet bitten.

 
 

11. Juni 2020 - Fronleichnam

Die Seminargemeinschaft ist inzwischen geübt genug, liturgische Feiern in kleinem privaten Kreis im Seminar zu organisieren. So war es auch an Fronleichnam. Fast überall mussten die Prozessionen abgesagt werden, so auch die Prozession der Gebetsstätte Wigratzbad, an der die Seminaristen normalerweise immer teilnehmen. Dieses Jahr ist alles anders, daher nur eine kleine Prozession mit der Seminargemeinschaft und ohne Teilnahme von Gläubigen im Innenhof des Priesterseminars.

 
 

6. Juni 2020 - Pfingstwallfahrt der anderen Art

 

Es war abzusehen, dass die Tradition der seit 1983 stattfindenden Pfingstwallfahrt von Paris nach Chartres in diesem Jahr eine jähe Unterbrechung finden würde. Doch einige unserer Seminaristen ließen sich ihre Pilgerlust nicht nehmen und beschlossen kurzerhand, zu Fuß von Köln nach Kevelaer zu wallfahren. Etliche Mitbrüder schlossen sich begeistert dem Vorhaben an, ebenso wie die erst neulich geweihten Priester und Diakone des Seminars. Sogar die Leitung des Hauses stand mit am Start, als sich der Pilgerzug mit immerhin 32 Teilnehmern am Pfingstsamstag in Bewegung setzte.
Die Pilgerroute, die in etwa der Distanz zwischen Paris und Chartres entsprach, war in drei Etappen gegliedert und führte durch malerische Winkel des Rheinlandes. Dabei wurden die Seminaristen lediglich von ein paar Wolken begleitet, die für angenehme Temperaturen sorgten.
Startpunkt war der Kölner Süden, wo die Petrusbruderschaft die Kirche Maria-Hilf mitbetreut. Von dort ging es in die Innenstadt – mit freundlicher Unterstützung der Polizei, die den staunenden Passanten Rede und Antwort stand. Nach einer Besichtigung des Doms brach die Gruppe in das 37 km entfernte Neuss auf.
Abends angekommen erfuhren die Pilger allerlei Wissenswertes über das Münster, über dessen Ursprünge als Stiftskirche und den Kirchenpatron Quirinus. Am nächsten Morgen versammelten sie sich dort erneut – zur Feier des Pfingsthochamtes, zelebriert von einem der neugeweihten Priester. Die Gruppe aus 32 jungen Männern wirkte fast unscheinbar in dem imposanten Kirchenbau und doch füllte sich jede Spalte des alten Gemäuers mit dem klangvollen Choral der Seminarschola und der geheimnisvollen Sakralität, die von der Liturgie im überlieferten Ritus ausging.
Die letzte Etappe am Pfingstmontag führte von Wachtendonk entlang der Niers nach Kevelaer. Am Spätnachmittag zogen die Pilger in den Marienwallfahrtsort ein. Ein kräftiges „Lauda Jerusalem" am Gnadenbild der Trösterin der Betrübten und eine anschließende heilige Messe in der benachbarten Kerzenkapelle krönten die Mühen der vergangenen Tage.
Die Seminaristen haben während ihrer Wanderung nicht nur in Köln für Aufsehen gesorgt: Immer wieder wurden sie von interessierten Gläubigen angesprochen, die sich laut eigenem Bekunden gerne der Gruppe angeschlossen hätten. Diese Erfahrungen, aber auch die Eindrücke aus den feierlichen Liturgien in den altehrwürdigen Kirchen ließen bei vielen Teilnehmern den Wunsch nach einer Wiederholung aufkommen.

 

23./24. Mai 2020 - Weihen im Priesterseminar

Ein Hauch von Urchristentum durchwehte das Dachgeschoss des Priesterseminars St. Petrus, als Erzbischof Thomas Gullickson mit den Diakonen Julian Altmann, Jakob Berger, Joachim Hengstermann und Bernhard Hirschberger in die Hauskapelle einzog, um Ihnen die Priesterweihe zu spenden. In seiner Ansprache verglich der Bischof die Szenerie treffenderweise mit der Jerusalemer Urgemeinde, die sich nach Christi Himmelfahrt im "Obergemach" versammelte, um betend die Herabkunft des Hl. Geistes zu erwarten (Apg 1,13–14).
Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie machten notwendig, dass die diesjährige Priesterweihe unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden musste. Aus organisatorischen Gründen wurde die Zeremonie daher auf den 24. Mai vorverlegt. Tags zuvor fand planmäßig die Diakonenweihe statt, die den Seminaristen Josef Unglert and Charles Berger de Gallardo – ebenfalls von Erzbischof Gullickson – gespendet wurde.
Die französischsprachigen Absolventen des Wigratzbader Seminars Gauthier Guillaume, Charles Marchand, Vianney Savy werden wie angekündigt am 27. Juni in Laon zu Priestern geweiht werden – allerdings auch im nicht-öffentlichen Rahmen. Ein weiterer Kandidat, der in Südafrika geborene Roger Gilbride, wird im Sydney (Australien) seine Weihe empfangen.

Erzbischof Thomas Gullickson segnet nach der Weihezeremonie die Neupriester und den Altardienst im Innenhof des Seminars (© FSSP)

 

13. April 2020 - Wir wünschen Ihnen allen ein frohes und gesegntes Osterfest

Wir haben Ostern im Seminar gefeiert, am Ende einer anstrengenden und besonderen Fastenzeit, die in diesem Jahr mit dem Fest der Auferstehung unseres Herrn, aber auch mit dem Ende der dem Seminar auferlegten Quarantäne ein doppeltes Ende findet.
Von nun an sind wir an die vom Freistaat Bayern gewünschte "Gefangenschaft" gebunden, ohne jedoch, wie während der Quarantäne, gezwungen zu sein, im Priesterseminar oder seiner unmittelbaren Umgebung zu bleiben. Spaziergänge sind erlaubt, und das Personal kann an seine Arbeit zurückkehren. Dieser Fortschritt wird von allen gewürdigt, auch wenn sich alle sehnsüchtig daran erinnern, dass wir normalerweise in den zwei Wochen nach Ostern in den Ferien sein könnten? So wie Gott es will, möge es geschehen!

 
 

11. April 2020 - Karwoche und Ostern in Quarantäne

Fast überall in Europa, wenn nicht sogar weltweit, müssen die Liturgien in der Karwoche und an Ostern mit viel Kreativität und Kompromissbereitschaft gefeiert und organisiert werden. So auch im Priesterseminar. Der Gnade und Güte Gottes sei dank, dass bereits seit nun fast zwei Wochen kein neuer "Fall" aufgetreten ist, sodass am morgigen Ostersonntag die Quarantäne aufgehoben werden kann. Trotzdem müssen wir alle Liturgien und Prozession in der Hauskapelle und im Innenhof des Seminars organisieren. Die letzten Wochen waren durchaus mühsam, aber die Seminargemeinschaft hat eine ausgezeichnete Moral an den Tag gelegt und trotz (oder vielleicht geraden wegen) aller Schwierigkeiten ist der Gemeinschaftsgeist gewachsen.

 
 

25. März 2020 - Coronakrise im Priesterseminar

Das Coronavirus hat nun auch unsere Seminargemeinschaft erwischt. Am 1. März kam ein italienischer Mitbruder nach Wigratzbad, um sich ein paar Tage im Priesterseminar zu erholen. Einige Tage später zeigten sich bei ihm grippeähnliche Symptome und daraufhin ließen wir ihn testen und der Test war positiv. Seitdem befindet sich die Seminargemeinschaft in Quarantäne.
Alle Angestellte des Seminars arbeiten inzwischen, so gut es eben geht, von zu Hause und wir müssen uns komplett selbst organisieren. In solchen Situation zeigt sich, wie gut der Zusammenhalt einer Gemeinschaft wirklich ist: Hier im Seminar bringt sich nun jeder mit seinen Qualitäten ein. Einer der Seminaristen war vor dem Seminareintritt Krankenpfleger und übernimmt die Leitung des Krankendienstes. Andere Semimnaristen kümmern sich um die Küche, um die tägliche Verpflegung von rund 90 Männern sicherzustellen, während der angestellte Koch unsere Lebensmittelbestellungen von zu Hause aus koordiniert. Der Vorlesungsbetrieb ist leider eingeschränkt, vor allem weil die Professoren von außen nicht kommen können, und weil die zusätzlichen Dienste im Haus auch sonst nicht bewältigt werden könnten.

Die diesjährige Fastenzeit verlangt also von unserer Seminargemeinschaft einiges ab und trotz dieser wirklich schwierigen Quarantäne-Lage, von der wir nicht wissen, wie lange sie noch dauern wird, wächst die Gemeinschaft zusammen und mancher Seminarist auch über sich hinaus. Zugleich beten alle mit besonderer Intensität für die Gläubigen „draußen“, weil sich jeder im Seminar bewusst ist, wieviel die Gläubigen auch für das Seminar beten.

Gott sei dank zeigen sich bei keinem Seminaristen wirklich schwere Krankheitssymptome und momentan sind nur etwa ein Dutzend Seminaristen auf ihren Zimmern isoliert, weil sie sich nicht wohl fühlen. Aber wir bitten weiterhin intensiv um Ihr Gebet. Auch wenn wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindern können, dass das Virus sich ausbreitet, so hoffen und beten wir doch, dass es bei keinem zu einem schweren Verlauf kommt.

Im Gebet verbunden grüßen wir Sie alle herzlich aus der Seminar-Quarantäne.