Mittenwald

Niederlassungsinfo

Ja, Gott ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht (Ps 36,10)

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10. Februar: Jesus, Eiferer für die Seelen
Jesus ist in die Welt gekommen, um die Menschen zu erlösen. Dies dürfen wir an Weihnachten nicht vergessen. Im öffentlichen Wirken begegnen wir immer wieder dem Eifer Jesu für die Seelen. Bei manchen vergibt er die Sünden und erst dann heilt der die Menschen. Sein Eifer zeigt sich auch, als er die Tische der Händler und Geldwechsler umstößt. Jesus mahnt die Juden, daß sie den Tempel, ein Haus des Gebetes, nicht zu einer Markthalle verkommen lassen dürfen. Geduldig lehrt der Herr die Menschen, speist die Zuhörer in der Einöde, damit sie nicht zugrunde gehen und heilt alle Kranken. Die Evangelien geben jedoch nur eine Auswahl an Heilungen wieder, vielleicht 5 %. Jesu Eifer für die Seelen zeigt sich v.a. in Seinem Leiden und Sterben. Jesus gibt sein Leben hin, um als reine Opfergabe Genugtuung zu leisten für die Schuld und die Sünden der Menschen. Durch sein Kostbares Blut werden wir reingewaschen von unseren Sünden. Wir dürfen uns dieses große Geschenk immer wieder bewußt machen, denn die Routine oder die Gewohnheit läßt uns all zu leicht das große Geschenk Gottes an die Menschen als Selbstverständlichkeit betrachten. Vielmehr dürfen wir aus unserer Komfortzone heraus und den Eifer Jesu für die Seelen nachahmen. Wo brennen wir für die Rettung der Seelen? Wo sühnen wir, damit nicht so viele Seelen verloren gehen. Du willst in den Himmel und dein Nächster nicht?

7. Februar: Jesus, Vorbild der Tugenden
Jesus hat in seinem dreijährigen öffentlichen Leben uns sehr viele Beispiele seiner Tugenden hinterlassen. Johannes schreibt, daß nicht alles aufgeschrieben worden ist, weil dies Bibliotheken füllen könnte. Er hat nur eine Auswahl getroffen. Jesus weint über Jerusalem, hat Mitleid mit der Witwe aus Naim, sieht ihren Glauben und vergibt dem Kranken seine Sünden und heilt ihn erst dann. Im Rosenkranz betrachten wir das Leben Jesu und seine Tugenden. Durch dieses nähere Hinsehen entdecken wir immer tiefer die Tugenden Jesu, wobei v.a. sein Gehorsam und seine Demut zum Vorschein kommt. Dietrich von Hildebrand hat ein Buch ganz dem Titel Umgestaltung in Christus gewidmet, das empfehlenswert ist. Papst Pius X sein Wahlspruch war: „Omnia instaure in Christo – alles zu erneuern in Christus.“ Heutzutage wollen die Menschen sich neu entwerfen oder neu entwickeln oder so ähnlich. Gott hat aber in Ewigkeit mich schon erdacht und genau zu rechter Zeit ins Leben gerufen. All diese Lebensentwürfe sind aber nur eine Karikatur meiner selbst. Erst in der Nachfolge und somit auch in der Nachahmung der Tugenden Jesu werden wir zu der Fülle kommen, die Gott mir in Seiner Liebe zugedacht hat. Wir werden erkennen, daß die Lehre Christi von Seiner Liebe unser Herz erfüllt. Die Emmaus- Jünger sprachen: „Brannte nicht unser Herz….als wir Ihn hörten?“ Wir können die Tugenden Jesu in jedem öffentlichen Wirken Jesu erkennen. Haben wir Geduld und schauen beständig auf Jesus. Bitten wir Seine Mutter und Sie wird uns Jesus zeigen – wiederum im Rosenkranz. Hier nähern wir uns betrachtend den Tugenden Jesu. ER wir unser Vorbild und wir können Ihn durch das Unbefleckte Herz Mariens bitten, uns diese Tugenden zu schenken, die wir natürlich auch einüben müssen. Übung macht bekanntlich den Meister. Also ich darf meine Bereitschaft und meine Ausdauer mitbringen und Gott um seine Gnade bitten. So wie wir ein Instrument lernen und beständig üben müssen, so dürfen wir uns beständig in der Tugend üben – Jesus ist uns dabei unser Vorbild, weil wir durch Ihn den Vater sehen.

6. Februar: Jesus, Urheber des Lebens
Im Johannesprolog (Joh 1,1-14) ist am Anfang das Wort, durch das alles geworden ist: Jesus Christus. Wir beten es nach jeder hl. Messe nach dem priesterlichem Segen. Genesis beginnt mit dem Schöpfungsbericht. Gott sprach und es ward. Sein Wort genügt und Leben entsteht. Jede Sekunde erhält Gott uns am Leben. Zöge er sich zurück oder vergäße er mich nur eine Sekunde, so würde der Mensch ins Nichts fallen. Gott ist also der Urheber des Lebens und hält uns am Leben. Gestern am Fest der hl. Agatha, beim hl. Sebastian und wie bei vielen Märtyrern  wurden sie über Nacht geheilt und standen am nächsten Tag wieder unversehrt vor dem Statthalter oder ihren Schergen. Ein Wort genügt. Es zeigt uns, daß Gott uns niemals vergessen wird. Jeder von uns ist ein Gedanke Seiner. Jeder drückt durch seine Art und Weise eine Nuance Gottes aus. Jedes Leben ist somit kostbar, aber noch kostbarer ist unsere Seele. Es ist so traurig, daß die Menschen nicht die vergebende Liebe Jesu erkennen und nicht beichten. Jesus hat sich am Kreuz für meine Sünden dahingegeben, damit ich leben kann. In der Beichte werde ich mit seinem Kostbaren Blut reingewaschen und meine Seele lebt wieder.
Zur Zeit des hl. Antonius von Padua war ein Handelsreisender, der in die Gegend kam. Weil nichts los war, ging er aus Langeweile zur Predigt des hl. Antonius. Nach der Predigt verlangte er vom Herbergsvater Papier, Tinte und Feder. Er notierte all seine Sünden auf und füllte über ein Blatt damit. Reuevoll überreichte er dem hl. Antonius in der hl. Beichte seine Blätter. Sobald der Heilige die Sünden las, verschwand die Schrift. Am Ende gab Antonius die Blätter wieder leer zurück und gab ihm die Lossprechung. - Jesus ist der Urheber des Lebens für Leib und Seele!

5. Februar: Jesus, Gott des Friedens
Gott ist die Liebe und liebt den Frieden, die Eintracht. Wie Jesus am Kreuz dem Schächer und selbst den anklagenden Juden vergibt, so will er es auch von uns. Im Vater Unser beten wir: ...vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Oft fällt es uns schwer zu vergeben, aber was passiert, wenn jeder in seiner Schmollecke sitzt und keiner den ersten Schritt wagt. Die Zwietracht sät immer wieder nur der Widersacher Satan. Gott ist die Liebe. Die Liebe beinhaltet Freude, Respekt oder Hochachtung. Wenn wir menschlich nicht vergeben können, weil das Unrecht so groß war, so können wir unsere Zuflucht nur zu Jesus, dem Gott des Friedens nehmen. Wir können dann sprechen: „Jesus, in Deinem Namen und in Deiner Kraft vergebe ich dem xy“. Vielleicht ist es hilfreich seinen Schmerz oder Enttäuschung Jesus zu gestehen und diese Leere in uns Jesus zu übergeben. Es ist ein Kreuz, das wir Jesus aufopfern können. Wenn wir unser Ja zu diesem Kreuz geben, kann Erlösung stattfinden. Denn Jesus erlöst heute in mir und mit meinem Kreuz vielleicht diesen Menschen, damit er sich bekehren kann. Das Leid bekommt ein anderes Bild. Ich leide nicht allein und machtlos, sondern Jesus leidet in mir, mit mir und durch mich, also er wirkt in mir, selbst wenn ich es nicht spüre. Sie können auch Situationen vor Jesus bringen, die sie noch beschäftigen und eventuell länger zurückliegen. Jesus ist ewig. Für Ihn sind die einzelnen Zeitabschnitte präsent, will heißen, daß ich mit Jesus in diese Zeit zurückgehe und diesen Prozeß  der Annahme der Kreuzesnachfolge und der Vergebung vollziehe. Wie Kinder es lieben zu wiederholen, so ist die Wiederholung der Vergebung sehr hilfreich, den Willensentschluß vom Verstand in das Herz rutschen zu lassen. Dieser Weg kann mitunter sehr weit sein. Wichtig ist dabei, daß wir den gefaßten Entschluß nicht wiederrufen, sondern die Vergebung bekräftigen oder wiederholen! Friede kann dann unser Herz erfüllen und Ruhe kann in unserem Herzen einkehren. Diesen Frieden kann aber nur Jesus uns schenken. „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Dieser Friede erfüllt unser Herz und heilt all die Wunden.

30. Januar: Jesus, unser Freund
Jesus nennt uns selber als seine Freunde. Er will, daß wir die Gebote halten. Wir dürfen ihn nachahmen in der Kreuzesnachfolge. Jesus zeigt uns seine Liebe, weil Er Sein Leben dahingibt für mein ewiges Leben. Er opfert sich für mich hin. Er selbst zahlt den Lösepreis für meine Sünden. Gibt es eine größere Liebe, als wenn jemand sein Leben dahingibt für seine Freunde? Jesus ist wahrhaft unser Freund, worüber wir uns sehr freuen dürfen und aus dieser Freude auch leben sollen. Die Ungläubigen dürfen wir mit dieser Freude anstecken. Diese Freude über unsere Erlösung trägt uns, wenn es gilt, ebenfalls das Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nach zu tragen, wobei er mich stützt und in mir leidet. Er ist es letztlich, der mich trägt und in mir auch heute die Erlösung vollzieht. Will ich unseren Freund enttäuschen, wenn ich murre oder das Kreuz fliehen will? Frischen Mut, Jesus ist unser Freund und Er will uns in den Himmel auf- und in seine Liebe hineinnehmen. Oder willst du nicht geliebt werden?

29. Januar: Jesus, Freund der Keuschheit
Die Keuschheit darf nicht mit der Jungfräulichkeit verwechselt werden. Sie bedeutet den rechten Umgang mit seinem Leib, besonders der Sexualität. Gott als Schöpfer des Menschen, den er als Mann und Frau erschuf, läßt die Menschen an seiner Schöpfung Anteil haben. Die Zeugung eines Kindes ist in den liebenden Akt der Eheleute gelegt, die sich vorher geprüft und sich einander das Ja Wort gegeben haben. Dieser liebende Akt ist ein Ausdruck der geistigen Liebe und Einheit von Mann und Frau, die im anderen sein will. Nur in der Zusammenwirkung von Mann und Frau kann ein Kind entstehen, das natürlich in der ehelichen Liebe erzogen wird. Die Eltern leben den Kindern den gegenseitigen Respekt und die gegenseitige Beschenkung bzw. Ergänzung am Besten vor. So ist die Familie ein Born der Liebe. Die Frau weiß sich getragen und beschützt von ihrem Ehemann, der sich ihr in vielerlei Hinsicht hingibt. Die Frau ist wie Gott Vater in der Schwangerschaft Trägerin des Lebens und ist in der Lage ihr Kind zu stillen, also zu nähren. Diese Hochachtung der Eheleute kann nur in der gegenseitigen Liebe, Respekt und Rücksichtnahme gedeihen. Wer die Sexualität als eine Ware versteht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er leer zurückbleibt. Die Liebe wird mit Bettgymnastik verwechselt und ist keine Hingabe. Liebe verschenkt sich, will das Gute des Anderen. Er wirbt immer wieder um den Partner und kann aus Liebe Rücksicht nehmen und sich beherrschen. Erbitten wir von Jesus, dem Freund der Keuschheit, diese reine Keuschheit, die Freude und Erfülltheit in sich birgt. Welch eine Würde steckt im Menschen, die ihm von Gott verliehen wird. Wir dürfen darüber staunen, daß Gott den Menschen an seiner Schöpfung Anteil haben läßt und wie fruchtbar eine keusche Liebe sein kann. Vergessen wir nicht, daß unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes und eigentlich der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist.

28. Januar: Jesus, sanftmütig und demütig vom Herzen
In den Berichten des Evangeliums kommen oft die Sanftmut und die Demut Jesu zum Vorschein. Dies sehen wir z.B. als Jesus in einem Haus lehrt und die Angehörigen einen Bettlägrigen durch das Dach vor Jesus hinabließen. Er freute sich über ihren Glauben, vergab zuerst seine Sünden und heilte ihn erst dann. Wie geht er mit der Ehebrecherin um? Er verurteilt sie nicht, ermahnt sie jedoch nicht mehr zu sündigen. Er läßt Maria Magdalena ihre Liebe und Hingabe gewähren, als sie im Haus des Pharisäers seine Füße mit ihren Tränen der Reue benetzt und mit ihren Haaren trocknet und Öl salbt. Beim Abendmahl wäscht Er den Jüngern die Füße. Er übernimmt einen niedrigen Dienst und zeigt den Aposteln, daß der Erste nur der sein kann, der aufrichtig dienen will. Beim Kreuzweg wie er dankbar Veronika sein Antlitz in ihr Tuch hineinprägt, weil sie ihm Linderung verschafft hat und ihre Liebe die Menschenfurcht überwinden ließ. Wie er die weinenden Frauen tröstet. Er denkt nicht an sich, sondern an das Leid der Menschen. Wir können beim Kreuzweg auch die Demut Jesu sehen. Der König der Könige geht den schmachvollen Weg hinauf nach Golgatha. Es ist für uns ein Beispiel, wie wir uns verleugnen sollen und unseren Eigenwillen immer wieder kreuzigen können. Die Kreuzesnachfolge fordert uns natürlich heraus. Unser Eigenwille steht all zu oft uns im Weg. Er ist oft der Hemmschuh oder der Bremskeil, der uns im geistigen Weg nicht wachsen läßt. In der Kreuzesnachfolge erfahren wir das sanftmütige und demütige Wesen Jesu. Wir können seine Nähe erfahren. In der hl. Messe ist das Gebet durch ihn und mit ihm und in ihm keine leere Formel, sondern auch tiefe Realität in unserem Leben. Jesus ist es, der mich im Leiden trägt und mir tiefe Hoffnung schenkt. Wie hat die hl. Anna Schäfer (Mindelstetten), die so viel gelitten hat, die Menschen trösten können. Die Ministranten waren sehr erpicht darauf, bei der täglichen Krankenkommunion dabei sein zu dürfen. Der Pfarrer hatte immer einen freiwilligen Ministranten dabei.

27. Gehorsamster Jesus
In der Beschneidung unterwirft sich Jesus dem Gesetz, obwohl er es nicht nötig hätte. Er wird im Tempel aufgeopfert. Im öffentlichen Wirken Jesus betont er immer wieder, daß er nur das predigt und offenbart, was ihm sein Vater aufgetragen hat zu lehren. Achten sie einmal bei der Lesung der Heiligen Schrift im NT auf den Gehorsam Jesu. Sein Leiden im Ölberg drückt seinen Gehorsam aus. In der tiefen Erschütterung über das Ausmaß der Sünde und deren Sühne ringt Jesus mit seinem Vater. Der menschliche Wille begehrt sich zu widersetzen. Hierin sühnt Jesus v.a. den Ungehorsam Adams und Evas. Im tiefen Gehorsam zu seinem Vater gibt sich Jesus als Opfer für den Vater hin, um die Menschheit zu erlösen. Der Gehorsam ist sehr kostbar. Er hilft uns, den Eigenwillen zu überwinden und uns vor Schaden zu bewahren. Betrachten wir einmal den Gehorsam gegenüber den zehn Geboten, wie er uns vor der Sünde und Schaden bewahrt. Ich brauche das Rad nicht neu zu erfinden. In den zehn Geboten ist alles enthalten. „Wenn du leben willst, dann lebe so…“ und es folgen die zehn Gebote. Gott ist der Quell des Lebens, das dürfen wir nicht vergessen. Gott kennt uns durch und durch und weiß, was ich brauche. Leben wir nicht im Gehorsam und widersetzen uns dem Willen Gottes, so werden wir zu einer Karikatur. Wer will denn nicht zur Fülle kommen, die Jesus uns verhießen hat? Im Gehorsam kommen wir zu dieser Fülle, die natürlich Gott uns schenkt.

26. Geduldigster Jesus
Jesus setzt sich nicht nur geduldig mit den Pharisäern und Schriftgelehrten auseinander. Geduldig erträgt er die Temperamentsausbrüche seines Petrus. Selbst die Verleugnung Petri erträgt er geduldig und läßt ihn seine Verleugnung in Joh 21 durch das dreimalige Fragen, ob er ihn liebt, wieder gut machen. Petrus ist immer noch tief erschüttert, so daß er nur sagen kann, daß er Jesus mag. Jesus kommt Petrus entgegen und frägt beim dritten Mal: „Magst du mich?“
Vor Pilatus schweigt Jesus, als die Pharisäer und Schriftgelehrten ihn beständig anklagen, wie er auch vor Hannas und Kaiphas geschwiegen hat. Geduldig geht er jetzt diesen harten Weg der ungerechten Verurteilung, der Geißelung und all dem Spott auf dem Weg hinauf nach Golgatha. Wie duldet er seine Kreuzigung und vergibt selbst am Kreuz den Menschen. Er bittet seinen Vater, daß Er ihnen diese Schuld nicht anrechne, weil sie nicht wissen was sie tun.

25. Januar: Mächtigster Jesus
Durch den Namen Jesu ist alles geworden (Johannesprolog). Allein in Ihm ist Heil. Jesus ist das heilende Wort, wenn wir seinen Namen und seine Hilfe anflehen. Dieser Name beinhaltet eine große Macht, der sogar Krankheiten heilen kann, wenn wir ehrfürchtig und vertrauensvoll Gott in Jesu Namen darum bitten. Hier dürfen wir einen felsenfesten Glauben und die tiefe Überzeugung eines Kindes haben. Ein Kind ist von den Fähigkeiten seines Vaters überzeugt und prahlt vor den anderen Kinder: „Ha, mein Vater kann…“ Die Kinder zweifeln nicht. Und ich? Durch das Wort ist alles geworden – im Namen Jesu. Wer kann schon ein Wort sprechen und dann geschieht es einfach, z.B. die Zugspitze soll über 3.100 m hoch sein und es passiert unverzüglich.
Die Jünger haben in den Wundern des Herrn einige erleben dürfen. Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden geheilt und andere Krankheiten verschwinden. Jesus gebietet dem Sturm und sogleich ist es still. Der aufgewühlte See Genezareth ist urplötzlich ein stilles Wässerchen. Im Kreuzestod erscheint Jesus als schwach und hilflos. Er stirbt, doch am dritten Tag überwindet er den Tod. Jesus lebt und stirbt nicht mehr. Die scheinbare Niederlage entfaltet sich zu einem triumphalen Sieg Jesu über den Tod und über Satan. Apropos auf Golgatha hat Jesus den Widersacher bereits besiegt. Jeder neue Angriff ist eine Bestätigung seiner Niederlage. Gegen Gott ist Satan machtlos, denn Gott ist allmächtig und somit der mächtigste.

24. Januar: Jesus, Verkünder des großen Ratschlusses
Durch Jesus können wir den Vater sehen. Sagt nicht Jesus: „Von den Vätern habt ihr gehört, so ist es aber nicht.“ Jesus verkündet den großen Ratschluß Gottes, nämlich seiner Liebe. Gott Vater selbst opfert für uns Menschen Seinen eigenen Sohn, um die Menschheit zu erlösen. In welcher Religion sehen wir einen solchen Ratschluß. „Der Herre, der Gerechte, zahlt die Schuld für seine Knechte.“ Gott selbst zahlt meine Sündenschuld. Meine Sünden haben Jesus ans Kreuz geschlagen und Er verzeiht mir, macht mir keine Vorwürfe. „Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe.
Es gab einmal einen Regens, der spätere Weihbischof Herre. Die Seminaristen spielten in der Sporthalle Fußball und zertrümmerten eine Scheibe. Regens Herre stellte die Seminaristen in einem Vortrag zur Rede, der Schuldige möge sich bei ihm melden, um den Schaden zu beheben. Nach dem Vortrag stand am schwarzen Brett: „Der Herre, der Gerechte, zahlt die Schuld für seine Knechte.“ Daraufhin hat sich der Regens geschlagen gegeben und hat selbst den Schaden übernommen.

23. Januar: Jesus, Vater der Zukunft
Gott ist ewig und so ist die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für Ihn eins. Wir dürfen in die Vergangenheit gehen, um Gott zu bitten, alles wieder in seine Ordnung zu stellen. Wie oft haben Ledige angezweifelt, einen katholischen Partner zu finden. „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen.“ Gott weiß schon bei der Geburt, welche Berufung ich habe. Es wird nur vergessen, daß wir Gott bitten sollen. Zudem dürfen die Ledigen nicht vergessen, daß sie ja nur einen Partner brauchen, aber den richtigen. Sie dürfen und sollen darum beten und ihre Zukunft Gott überlassen. Wie oft spricht Jesus vom Vertrauen auf Gott oder daß er den Glauben der Menschen sah und somit Wunder wirken konnte. In unserer technischen Zeit verlassen wir uns auf die Wissenschaft und die Technik, die recht trügerisch sein kann. Gott hat schon bei der Erschaffung der Welt an mich gedacht und seinen Heilsplan für mich zugedacht. Im richtigen Moment denkt Er an mich und sagt: „Dich habe ich für diese Zeit bestimmt. Ich habe dich also nicht vergessen.“ In so manchen Entscheidungen denke ich: „Schau mal lieber Gott, du kennst schon die Lösung und mich läßt Du so zappeln….“ Hier dürfen wir einen Akt des Vertrauens setzen, im Wissen, daß Gott der Vater der Zukunft ist. Er liebt mich und somit hat er einen guten Plan. Schöpfen wir wieder aus dem Glauben, daß Gott alles in der Hand hat und sich in der Zukunft bestens auskennt, ich aber nicht. Der Gläubige hat die Gelassenheit, weil er auf Gott vertraut und weiß, Gott liebt mich unendlich. Über seine Liebe kann ich mir keine Vorstellung machen, denn sie ist grenzenlos!

22. Januar: Jesus, starker Gott
Wie wird heute Jesus gern auf die menschliche Ebene herabgestuft, Ihn zu unserem Kumpel oder netten Freund degradiert. Alles ist unverbindlich, etc.? So spricht der Menschensohn in den Evangelien aber nicht. Jesus spricht von der Selbstverleugnung, der Kreuzesnachfolge und von Gottes Allmacht. Durch das Wort ist alles geworden. Jesus ist dieses Wort, das Gott Vater in die Welt gesandt hat, um die Menschheit zu erlösen. Gott selbst zahlt und sühnt zum größten Teil die Schuld der Sünde. Unser Leiden ist nur ein Bruchteil, an dem wir an unserer Erlösung mitwirken. Ein wenig hat Jesus uns überlassen, damit wir dadurch auch unsere Liebe zu Gott zum Ausdruck bringen und unseren Ernst. Wenn auch Jesus am Kreuz schwach erscheint, so überwindet er nach drei Tagen den Tod und entreißt Satan die Menschen guten Willens. Er ebnet den Weg in den Himmel. Wenn auch Gott schwach erscheint, so wirkt Er im Verborgenen fast unscheinbar und bringt dennoch seinen Heilsplan an und in uns zur Vollendung. Wir dürfen hier nicht kurzsichtig sein, sondern durch die Beispiele in der Heiligen Schrift in Geduld ausharren. Am Ende werden wir mit diesem starken Gott auch siegen!

21. Januar: Wunderbarer Jesus
Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Eine Person in zwei Naturen. In den Evangelien ist außer auf dem Berg Tabor Jesus ein ganz normaler Mensch, abgesehen von seinen Wundern, die Jesus Christus wirkt. Jesus ruft seine Apostel und sie folgen ihm nach. Er geht über das Wasser, gebietet dem Sturm, so daß unverzüglich Ruhe einkehrt. Johannes schreibt uns, daß nicht alle Wunder aufgezeichnet sind, sondern nur eine Auswahl all der vielen Wunder, die Jesus gewirkt hat. Diese Wunder sind alle zu Ehre Gottes geschehen und zum Heil für die Menschen, damit sie glauben an das Reich Gottes. Gott hat tatsächlich alle Macht. Er ist allmächtig. Im Rosenkranz betrachten wir in den Geheimnissen das Leben Jesu und kommen dadurch Jesus immer näher. Die Jungfrau Maria führt uns zu ihrem Sohn und läßt uns mit Ihm eine Beziehung aufbauen. Schätzen wir den Rosenkranz und betrachten darin diesen wunderbaren Jesus, der uns in seiner Liebe erlöst hat.

20. Januar: Liebenswürdiger Jesus
Der Name Jesu ist liebenswürdig. Er strahlt die Liebe Gottes aus. Durch Jesus sehen wir den Vater. Es gibt keinen anderen Namen in der Welt in dem das Heil enthalten ist, als im Namen Jesu. Im Namen Jesu steckt also viel Süßigkeit, Hoffnung und Rettung, weil ihn ihm das Heil ist. Das macht diesen Namen so liebenswürdig und so schön. In ihm ist die ganze Geborgenheit. In Jesus werden all unsere Sehnsüchte gestillt. Ein Ausdruck dieser Liebe ist die Herz Jesu Verehrung. Hier öffnen wir unser Herz seinem Herzen und seiner Liebe.

19. Januar: Jesus, Sohn der Jungfrau Maria   

Jesus hat aus der Jungfrau Maria Fleisch angenommen. Er ist von Anfang an Mensch geworden. Jesus Christus ist nicht als Erwachsener in die Welt eingetreten, sondern von der Zeugung, Schwangerschaft und Geburt hat Jesus alles durchlaufen. Jesus lebt in der göttlichen, wie in der weltlichen Familie, als Sohn Gottes und als Sohn Mariens. 

18. Januar: Jesus, Sonne der Gerechtigkeit
Wenn wir den Johannes Prolog betrachten (Joh 1,1-17) und seine Erlösung der Menschheit durch sein Kreuzesleiden, geht für uns die Sonne der Gerechtigkeit auf. Jesus selbst hat durch sein Leiden der Gerechtigkeit Sühne geleistet. Er selbst, also Gott, hat die Strafe auf sich genommen und die Schuld für mich bezahlt. Gott erbarmt sich des Menschen. Der Vater opfert seinen Sohn Jesus Christus für uns auf, damit wir gerettet werden können. Paulus schreibt, daß Jesus für uns die Schuld bezahlt hat und in unserem Leiden übernehmen wir den winzigen Teil, an der Erlösung teilzunehmen. Sehen wir im Leiden die Liebe Gottes. ER hat für mich gelitten und nimmt mich ernst, wenn ich bereit bin für meine Fehler, Schwachheiten und Sünden zu sühnen. Ist es auch mir ernst, die Erlösung und die Barmherzigkeit Gottes in meinem Leben anzunehmen? Bin ich bereit mit der erlösenden Liebe Gottes mitzuleiden?
Das Bild ist ein Deckenfresko in der Kirche zu Dahenfeld, zwischen Neuenstadt a.K. und Neckarsulm. Sie können das Bild herunterladen, dann stimmen die Proportionen.

17. Januar: Jesus, König der Herrlichkeit
Welche Majestät und Erhabenheit muß schon in der Menschheit Jesu gewohnt haben? Er spricht die Jünger an: „Du folge mir nach!“ Sie lassen alles stehen und liegen und folgen Jesus nach. Paulus spricht später, daß er im Vergleich zur Weisheit und Wahrheit Gottes die Welt als Kehricht anschaut. Die Verlockungen der Welt sind ihm sogar zuwider. Jesus ist der König der Herrlichkeit, denn der Vater hat ihm alles übergeben. Er herrscht über die Engel und die Erlösten in alle Ewigkeit. Seine Herrschaft ist aber Liebe. Wie hat Jesus Maria Magdalena oder dem rechten Verbrecher am Kreuz verziehen? Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Gott will Dich in sein Reich aufnehmen. Dort will er unsere Sehnsucht nach Liebe stillen und seine Liebe an uns verströmen. Anerkennen wir Jesus als König. Möge er in meinem Herzen sein Reich der Liebe errichten können. Möge er als König der Herrlichkeit auch in mir als Herr regieren. Ergeben wir uns seiner Liebe, vertrauen wir IHM. Brechen wir mit dem Lügenmaul und seinen Lügen, der uns versuchen und in uns gegen Gott rebellieren will. Geben wir lieber der Herrschaft Jesu und seiner Herrlichkeit Raum!

16. Januar: Jesus, Glanz des ewigen Lichtes
In der Verklärung Jesu Christi auf dem Berg Tabor scheint der Glanz des ewigen Lichtes durch. Petrus, Jakobus und Johannes dürfen den Glanz des ewigen Lichtes sehen. „Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie Schnee (Mt. 172).“ Welch eine Herrlichkeit haben die drei Apostel geschaut! Im Namen Jesu scheint das Licht und sein Glanz, seine Wärme und Schönheit auf. Wie haben wir z.T. die Welt durch menschliche Eingriffe verschandelt. Momentan scheint das Häßliche und das Finstere zu regieren, aber das Licht wird die Dunkelheit durchdringen. Christus ist der Glanz des ewigen Lichtes. Dieses Licht ist ewig, hat keinen Anfang und kein Ende und ist somit unauslöschlich. Alle Versuche dieses Licht auszulöschen, sind kläglich gescheitert. Das Licht des Glaubens wird auch in den Menschen nicht gänzlich auszutilgen sein. Bitten wir den Herrn, daß dieser Glanz des ewigen Lichtes wieder in uns aufstrahle. Verehren wir den Namen Jesu, so wird in uns sein Glanz des ewigen Lichtes wohnen und aus uns herausstrahlen.

15. Januar: Jesus, Abglanz des Vaters
„Dies ist mein viel geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.“(Mt 3,17). In Liebe schaut der Vater auf seinen Sohn. Jesus ist der Abglanz des Vater. Dieser Glanz ist der liebende Blick des Vater. „Philippus, wer mich sieht, sieht den Vater.“ Durch Jesus dürfen wir das Antlitz des Vaters sehen. Als sinnenhafte Menschen kommt Gott uns entgegen. Er wendet uns in Jesus sein Antlitz zu. Ja Gottes Liebe ist uns zugewandt! Jesus ist die strahlende Liebe des Vaters, in der wir uns sonnen können.

14. Januar 2021: Betrachtungen zum Namen Jesus
Wir betrachten die Namen Jesus Litanei. Diese Gedanken sollen nur eine Anregung für Ihre Betrachtung und Verehrung des Namen Jesu sein. Der Name Jesu bedeutet Heil Gottes, Jahwe hilft. Der Name Jesu spielt in der Seelsorge und in unserem Leben eine wichtige Rolle. Sprechen wir diesen Namen immer ehrfürchtig aus. Ein Priester ist einmal von einem Mitbruder angesprochen worden, daß er noch nie einen Priester erlebt hat, der so den Namen Jesu betont oder derart ausspricht.

Jesus, Sohn des lebendigen Gottes
Im brennenden Dornbusch hat bereits Moses den lebendigen Gott sehen dürfen. Er brennt wie Feuer, aber Er verbrennt nicht den Dornbusch nicht! Viele stellen sich Gott als fern, unnahbar, etc., vor. Gott ist aber lebendig, dies zeigt seine große Dynamik, die in der allerheiligsten Dreifaltigkeit steckt. Die drei göttlichen Personen tauschen sich beständig aus und erfreuen sich aneinander. Wir werden niemals das Geheimnis begreifen können, wie Gott da eins sein kann. Es ist wohl seine innige Liebe, die diese Einheit und Lebendigkeit ausmacht. Gott ist Liebe und Liebe ist lebendig und macht lebendig. So dürfen wir die Menschen wieder mit dieser Wahrheit wachrütteln und ihnen Hoffnung vermitteln. Jesus ist Gott und Mensch zugleich, nicht unser Kumpel, zu dem er gerne heruntergezogen wird, sondern unser Retter, der natürlich uns sehr nahe ist, weil er in mir wirkt durch seine Gnade.  Durch Jesus sehen wir Gott Vater. Im Handeln Jesus erlernen wir seine Liebe. Das Leben Jesu betrachten wir im Rosenkranz, der uns durch das wiederholende Gebet und die Betrachtung in seine Geheimnisse hineinführt. Alanus von Rupe sagte einmal: „Durch den Rosenkranz und Maria habe ich mehr erlernt, als in vielen theologischen Büchern.“ Durch Jesus schauen wir in das Leben Gottes ein wenig hinein. Nahen wir uns demütig und voller Vertrauen dem lebendigen Gott, den uns Jesus durch Maria zeigt.

13. Januar: Taufe des Herrn
Johannes der Täufer ist der Vorläufer von Jesus und verkündet die Bußtaufe. Er wußte zunächst nicht, wer nach ihm kommen wird, der mit dem Heiligen Geist tauft. Gott Vater läßt über seinen Sohn eine Taube zum Zeichen herabschweben. Hier zeigt sich wieder die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Jesus, der Höhere, kommt zum Niedrigen, zu Johannes. Wie in der Beschneidung sich Jesus dem Gesetz unterwirft, so stellt sich Jesus in den Dienst der Menschheit. Als der Reine setzt er das Erlösungswerk fort und sühnt für uns Menschen. Dies ist der Beginn seines öffentlichen Predigens, Lehrens und bald auch Heilens.
Jesus ist es, der uns im Heiligen Geist taufen wird. In der Taufe haben wir auch den Heiligen Geist empfangen. Vom Initiationsritus kennen wir die Reihenfolge bei Erwachsenen: Taufe – Firmung – hl. Eucharistie (Kommunion). In der Taufe wird der Heilige Geist „grundgelegt“ und in der Firmung kommt er zur vollen Entfaltung. Wir sind also im Heiligen Geist getauft durch Jesus Christus. Dies darf uns immer bewußt bleiben, daß auch wir den Heiligen Geist öfters anrufen, damit er in mir wirken und mich heiligen kann.

5. Januar 2021: Vigil von Epiphanie und Weihe des Dreikönigsweihwassers

Vigil ist die Nachtwache vor einem Fest, das die Gläubigen in Gebet, Fasten und Wachen verbringen können. An diesem Tag wir die Weihe des Dreikönigsweihwasser vorgenommen. Die Weihe beginnt mit der Allerheiligen Litanei, wodurch wir die Fürsprache aller Heiligen anrufen. Wir stehen also vor dem himmlischen Hof und flehen Gottes Gnade herab und rufen die Heiligen um Mithilfe an. Es schließe sich die Psalmen 28, 45 und 146(+1), die das Lob Gottes und die alleinige Zuflucht bei Gott ausdrücken. Nach den Exorzismen über Salz und Wasser, die der Priester in der Vollmacht seiner Priesterweihe vornimmt, folgt die Antiphon: „Heute wurde dem himmlischen Bräutigam die Kirche vermählt, denn im Jordan hat Christus ihre Schuld abgewaschen: Es eilen mit Geschenken die Weisen zur königlichen Hochzeit, und an dem zu Wein gewordenen Wasser erfreuen sich die Gäste, alleluia.“ Es folgt ein Gebet und danach exorziert der Priester das Salz und segnet es. In gleicher Weise erfolgt es über das Wasser. Nun streut der Priester in dreimaliger Kreuzesform Salz in das Wasser. Dies wird bei jedem Gefäß wiederholt. Anschließend wird das Volk mit Weihwasser besprengt. Mit dem Lobpreis des Te Deum (Großer Gott) endet die Dreikönigswasserweihe. Die Bauern sind früher an Dreikönig ihre Felder abgegangen und haben auf jedes Feld Weihwasser gesprengt. Dies haben sie im tiefen Glauben getan. Warum? Im Weihegebet des Wasser heißt es: „Sei gnädig nahe unserem Flehen und senke in dieses Element (Wasser), das für die verschiedensten Reinigungen bestimmt ist, die Kraft Deines Segens, damit Dein Geschöpf im Dienste Deiner Geheimnisse die göttliche Gnadenkraft empfange, die bösen Geister zu vertreiben und Krankheiten fernzuhalten. Was immer in Haus und Wohnung der Gläubigen mit diesem Wasser besprengt wird, soll frei bleiben von Unreinheit und bewahrt werden vor Schaden. Der Hauch ansteckender Krankheit habe dort keinen Platz, keinen Platz verderbliche Luft. Fern sollen bleiben alle Nachstellungen des heimtückischen Feindes. Was immer das Wohl oder die Ruhe der Bewohner gefährdet, soll weichen, wenn es mit dem Wasser besprengt wird, damit das Wohlergehen, das wir durch die Anrufung Deines hl. Namens erflehen, von aller Anfechtung frei sei.“

Durch den Gebrauch des Weihwassers stellen wir uns unter den Schutz Gottes und durch die Weihe des Wassers wird das Reich Satans eingedämmt. Bei Besprengung des Weihwassers lebt förmlich der Segen auf. Der selige P. Rupert Mayer SJ hat in München den Raum, in dem Hitler abends auftreten wollte, exorziert und gesegnet. Der Redner konnte am Abend keine fünf Minuten sprechen und brach die Veranstaltung ab. Mit dem Weihwasser verlängern sie quasi den Segensarm des Priesters. Wir dürfen zum Segen werden!

4. Jan 2021: Apg. 4,8-12
Petrus heilt einen Gelähmten (Apg, 3,1ff) im Namen Jesu, der an der Tempelpforte sitzt und Almosen erbettelt. Für diese Heilung muß sich Petrus und Johannes verantworten. Im Heiligen Geist erfüllt nimmt Petrus kein Blatt vor den Mund und bekennt offen, daß er den Gelähmten im Namen Jesu geheilt hat. Durch Jesus von Nazareth, den die Bauleute verworfen haben und ans Kreuz schlagen ließen, ist jener geheilt. Ihr habt ihn gekreuzigt und Gott hat ihn am dritten Tag von den Toten erweckt. Das muß den Hohenpriestern und Schriftgelehrten noch sehr präsent gewesen sein und daher um so peinlicher. Allein im Namen Jesu ist Heil und es gibt keinen anderen Namen, den wir anrufen können, der uns das Heil, die Rettung vermittelt. Nur in Jesus können wir selig werden.

3. Jan: Namen Jesu Fest
Im Vater Unser beten wir zuerst um die Heiligung des Namen Gottes, also auch des Namens Jesu. Gott kann zwar nichts hinzugewinnen im Inneren, aber im Äußeren. Die Heiligung des Namen Gottes möge in den Herzen geschehen, damit die Menschen die Liebe Gottes erkennen, Ihn verehren und seinen Namen kostbar und heilig halten. Jesus bedeutet Gott ist Heil bzw. Heil Gottes oder Jahwe hilft, Gott hilft, Befreier von der Sünde, Messias. In keinem anderen Namen ist Heil als im Namen Jesu, denn durch das Wort Gottes ist alles geworden. In Jesus leben und sind wir. Wie viele Heilige und Exorzisten haben mit dem Namen Jesu Menschen befreit oder geheilt. Leider ist der ehrwürdige Diener Wolf von Ripperschwand noch nicht heilig gesprochen, aber es lohnt sich, mit seinem Leben sich zu befassen. Vielleicht beten sie heute einmal die Namen Jesu Litanei und nehmen dieselbe immer wieder zum Gebet heran. Rufen auch wir demütig, vertrauensvoll und voller Ehrfurcht den Namen Jesu immer wieder an, gerade in den Versuchungen oder in wichtigen Entscheidungen. Gepriesen sei der Name Jesu!

2. Jan. 2021: Herz- Marien- Sühnesamstag
Wir sind zwar schwach, aber dennoch können wir Gott mit unserer schwachen Liebe trösten, in dem wir Ihn anbeten, Ihn verherrlichen und in Fürsprache für die Sünder eintreten. In Fatima lädt die Immaculata uns ein, eine Viertelstunde ein Geheimnis des Rosenkranzes zu betrachten. So tauchen wir in die Welt Gottes und unserer Erlösung ein. Es wird uns unmerklich verwandeln und uns zur Heiligkeit führen, denn die Mutter Gottes steht Jesus nicht im Weg, sondern gerade sie ist es, die uns zu Jesus führt und uns Einblicke in die Geheimnisse des Glaubens gewährt. Die Immaculata hilft uns, eine Beziehung zu Jesus aufzubauen. Es ist ihre eine Freude, uns in die Freundschaft mit Jesus zu begleiten. Durch Maria zu Jesus: der hl. Bernhard von Clairvaux meinte einmal: „Es gibt viele Wege heilig zu werden. Der Weg aber über Maria ist der Leichteste und Sicherste.“
Scheuen wir uns nicht vor der Buße und Sühne, vielmehr wird es uns und unser Umfeld verändern. Nehmen wir den Aufruf zur Sühne ernst und machen durch Liebesakte, Verzicht (auch auf Rache!) und Bußakte Gott Freude und sühnen die Sünden der Ungläubigen und Irrenden, damit sie die Gnade der Bekehrung erlangen können.

1. Januar 2021: Herz Jesu, Wonne aller Heiligen
Die Heiligen sind eine persönliche Beziehung mit dem dreifaltigen Gott eingegangen, v.a. zu Jesus und seiner Mutter. Mehr oder weniger verehren die Heiligen die vereinten Herzen Jesu und Mariens. Im tiefen Tal der Demut befindet sich ein wahrer Goldgrund, indem wir in unserer Kleinheit die unermeßliche Liebe Gottes vorfinden. Jesus lebte uns den Gehorsam und die Demut vor. Maria und Josef ahmten ihm nach. Die Nachfolge Christi schreckt zwar viele ab, aber gerade darin sind wir dem Herrn nahe. Vor dem Vater Unser betet der Priester: durch Ihn und mit Ihm und in Ihm… So leidet der Herr in uns. Im Leid ist Er uns sehr nahe, ja in uns. Er ist es, der mich trägt. Ich brauche mir nicht so viele Sorgen machen, eigentlich gar keine, denn der Herr wirkt in mir Seinen Heilsplan, den er ganz persönlich mit mir vorhat. So dürfen wir aus Gottes Liebe, Freude und Seiner Wonne immer wieder schöpfen, ja darin verweilen und leben. Bemühen wir uns wieder in der Gegenwart Gottes zu leben. Die Stoßgebete sind quasi Wurfgeschoße, indem wir unseren Anker immer wieder in Gott werfen. Die hl. Theresia von Avila sagt dazu, daß wir durch die Stoßgebete die  Glut unserer Liebe zu Gott am klimmen halten. Ein Stoßgebet darf sehr kurz sein: „Jesus“ oder Jesus, Maria und Josef; mein Jesus Barmherzigkeit; Lob sei der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Dank und Anbetung; oder ein Psalmvers. Das kurze Gebet des hl. Nikolaus von der Flüe ist bei Versuchungen sehr zu empfehlen: „Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir, ….“

31. Dez: Herz Jesu, Hoffnung aller, die in Dir sterben.
Jesus ist der Quell des Lebens. Wenn wir uns Ihm anvertrauen und in Seine Barmherzigkeit fliehen, so brauchen wir die Gerechtigkeit Gottes nicht zu fürchten. Wir wir getreu das Herz Jesu anrufen und liebevoll verehren, so muß der Teufel in der Todesstunde reiß aus nehmen. Im Rosenkranz beten wir zugleich um eine gute Sterbestunde: bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. So laden wir in unserem gottesfürchtigen Leben die vereinten Herzen Jesu und Mariens ein, dann ist kein Platz für den Widersacher. Anton Bruckner, ein sehr schüchterner Mensch, wurde gefragt, was er bei seinem persönlichen Gericht machen werde. Seine Antwort war: „Ich werde Ihm den letzten Satz des Te Deum entgegenhalten – in te domine speravi, non confundar in aeternum – auf Dich, o Herr habe ich vertraut, in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.“

30. Dez: Herz Jesu, Heil aller, die auf dich hoffen
Jesus setzt bei seinen Wundern, die er wirkt, immer den Glauben und die Hoffnung voraus. Dies können wir besonders in der Fastenzeit entdecken, wenn es immer wieder heißt: „Er sah ihren Glauben – oder weil du geglaubt hast, sind dir deine Sünden vergeben.“ Wir dürfen nie vergessen, daß Gott immer unser Heil will. Selbst wenn die Welt zusammenbricht oder ich bei einem Attentat oder anderswie ums Leben komme, so ruft Er mich in Sein Reich der Liebe. Machen wir uns keine Sorgen, wie es die Weltmenschen tun. Wir verstehen all die Zusammenhänge nicht, aber Gott kennt sie und er wird für uns sorgen – Jesus, sorge Du! Das dürfen wir immer wieder sprechen. Das Herz Jesu ist unsere Zuflucht. Egal was passiert, wir sind in Gottes Hand. Prüfen wir unser Vertrauen auf Gott und ob wir wirklich vertrauen. Wie oft erwischen wir uns beim Grübeln, Sorgen und schlaflosen Nächten – dann vertrauen wir aber Gott nicht, der alles kann und in der Geschichte, also auch heute mit dir und mir, seine Heilsgeschichte schreibt. „Herr, was willst Du mir in dieser Situation sagen?“ Diese Frage dürfen wir immer wieder stellen. Gott wird uns die Einsicht schenken.

29. Dez: Herz Jesu, Opferlamm für die Sünder
In der geheimen Offenbarung sieht der Apostel Johannes ein Buch mit sieben Siegeln, das niemand öffnen kann. Allein das Lamm, das geschlachtet wurde, kann diese Siegel öffnen. Jesus ist dieses Opferlamm für die Sünder. Mit seinem vergossenen Blut hat er uns von den Sünden freigekauft und den Tod überwunden. Das Opferlamm, das gestorben und auferstanden ist, lebt in alle Ewigkeit. Im Hebräerbrief entwickelt Paulus die Opfertheologie. Jesus ist als Hoherpriester ein für alle Mal in das ewige und vollkommenere Zelt eingegangen mit Seinem Blut (Hebr. 5 und 9. Kap.). Das Zelt ist der Himmel, in den er uns voraus gegangen ist.

28. Dez: Herz Jesu, unser Friede und unsere Versöhnung
Aus Seiner Liebe heraus strömt uns der Friede zu. Nach Seiner Auferstehung redete Er die Apostel zuerst mit: „Der Friede sei mit euch!“ Welch ein Trost, daß Jesus unsere Sünden gesühnt hat. Sein Blut wäscht unsere Sünden ab. Der Zorn Gottes und Seine Gerechtigkeit werden durch die Wunden Jesu besänftigt. Jesus zeigt Seinem Vater Seine Wunden und deutet damit an: „Ich habe die Schuld auf mich genommen. Es ist gesühnt.“ Die Wallfahrtskirche (zum hl. Kreuz) zu Dahenfeld bei Neckarsulm hat ein wunderschönes Deckenfresko mit der Aufnahme Mariens, wobei Christus als der Auferstandene mit seinen Wunden sehr schön dargestellt ist.

27. Dez.: Herz Jesu, unsere Auferstehung und unser Leben
In der Taufe sind wir dem alten Adam der Sünde abgestorben und mit Christus auferstanden. Seine göttliche Gnade pulsiert in unseren Adern. Wir leben in Ihm, nur ist dies uns zu wenig bewußt. Wie oft schreiben wir uns Erfolge und gute Taten selbst unserem Können zu, wobei es doch nur Gnade ist. Natürlich sind wir noch von der Erbsünde verletzt, aber durch Gebet und die Aufnahme einer liebenden Beziehung werden wir auch von unseren Sünden auferstehen und in der göttlichen Gnade leben. Licht kommt in unser Leben hinein und das Leben bekommt eine Perspektive. Unser Ziel ist in den Himmel zu kommen und in diese Liebe Gottes, in das göttliche Leben ganz einzugehen.

26. Dez.: Herz Jesu, Quell allen Trostes
Sein Herz schlägt wahrlich für uns! Bis zum Letzten gießt Er seine Liebe über uns aus. All unsere Sehnsüchte kann nur Jesus erfüllen. Kindlich dürfen wir voller Vertrauen und Zuversicht diese Quelle allen Trostes anzapfen. Keine Sorge, dieser Quell versiegt nie, weil Gottes Liebe unerschöpflich ist. So empfangen wir Seine Liebe ohne zu kaufen. Wenn wir jemanden unser Herz ausschütten können, dann dem Herzen Jesu – und er wird helfen und trösten! Alle Gnaden stehen bei Ihm bereit, wir brauchen nur zu kommen und zu bitten.

25. Dez. : Herz Jesu, von einer Lanze durchbohrt
Die römischen Soldaten waren auf den Herzstoß trainiert als eine Streitmacht zu Fuß. Ob mit Lanze oder mit dem Schwert beherrschten sie diese Technik. Dies ist nur relevant für die Leugner, daß Jesus nur scheintot gewesen sei und nach drei Tagen aus dem Koma erwacht sei. Jesus ließ sich nach seinem Tod das Herz durchbohren. Warum können wir fragen? - Damit diese Wunde sich nicht mehr schließt. Das Herz wurde von eine Lanze durchbohrt, damit sein Herz immer für uns offen steht. Dem Herrn genügte es nicht, seine Arme der Barmherzigkeit annageln zu lassen, förmlich als wolle er alle einladen, in seine Liebe zu kommen. Selbst dem letzten Zweifler kann Er ihm sein Herz zeigen: „Schau es steht auch für dich großen Sünder offen – komm! Laß dich von meiner Liebe umfangen.“

24. Dezember: Herz Jesu, bis zum Tode gehorsam
Bis ins Letzte ist Jesus seinem Vater gehorsam. Im Garten Gethsemane schwitzt er Blut und ringt als Mensch mit dem Willen des Vaters. Hier verleugnet sich Jesus und bringt wieder den Willen des Menschen in den göttlichen Willen: „Herr, dein Wille geschehe!“ Gott vollbringt das Opfer, indem Er Seinen Sohn für uns dahingibt. Bei Abraham hat Er uns ein Vorschau geboten, als der Vater seinen Sohn opfern sollte. Im letzten Moment greift Gott ein und rechnet Abraham dies als Heiligkeit an. Welcher Vater ist bereit, seinen Sohn für andere zu opfern? Gott läßt seinen Sohn sterben, um den Ungehorsam Adams und der Menschheit zu sühnen. Dies ist aber nicht das Ende, denn nach drei Tagen ist Jesus von den Toten auferstanden. Dennoch dürfen wir Jesus uns zum Vorbild nehmen, um in der Versuchung an seinen Gehorsam zu denken und nicht zu sündigen. Der Gehorsam ist auch eine Chance, Gott unsere Liebe zu zeigen, weil Gott und seine Gebote uns wichtiger sind, als Versuchung oder die Sünde. Der Gehorsam ist auch ein Ausdruck unserer Liebe zu Gott!

23. Dezember: Herz Jesu, zerschlagen wegen unserer Missetaten
Unsere Sünden, unser Stolz und unsere Auflehnung zerschlagen das Herz Jesu. Dieses Herz ist für uns zerbrochen. Jesus selbst zahlt die Schuld für meine Sünden. Der Herr über Leben und Tod, von dem alles seinen Ursprung hat, wird Mensch, um für uns als Gott und Mensch die Schuld der Sünde zu bezahlen. Dies zeigt sich in der Demut und im Gehorsam Jesu.
Das Bußlied von Friedrich Spee, veröffentlicht 1649 in seiner Gedichtsammlung Trutz-Nachtigall:
   1. Tu auf, tu auf, du schönes Blut / Gott will zu dir sich kehren! / O Sünder greif nun Herz und Mut / Hör auf die Sünd zu mehren; / Wer Buß zu rechter Zeit verricht´, / Der soll in Wahrheit leben. / Gott will den Tod des Sünders nicht / Wann willst du dich ergeben?
   2. Vergebens ist all Rat und Tat, / Was will du länger säumen ? / Es sei nun gleich früh oder spat, / Die Festung mußt du räumen. / O armes Kind! O Sünder blind! / Was hilft das Widerstreben? / Dein Stärk verschwindt als wie der Wind, / Laß ab, es ist vergebens!
   3. Tu auf, tu auf, glaub mir´s fürwahr, / Gott läßt mit sich nicht scherzen! / Dein arme Seel steht in Gefahr, / und wird dich´s ewig schmerzen. / Kehr wieder, o verlorner Sohn, / reiß ab der Sünden Banden! / Ich schwör dir bei dem Gottesthron / Die Gnad ist noch vorhanden.
   4. Geschwind, geschwind, all Uhr und Stund / Der Tod auf uns kommt eilen; / ist ungewiß, wen er verwundt / Mit seinen bleichen Pfeilen. / Wen er nicht findt in Gnadenzeit, wär nützer nie geboren; / Wer unbereit von hinnen scheidt, ist ewiglich verloren.
   5. O Ewigkeit, o Ewigkeit! / Wer wird sich können messen? / Sind deiner doch schon allbereit / Die Menschenkind vergessen./ O Gott vom höchsten Himmel gut, / Wann wird es besser werden? / Die Welt nur immer scherzen tut. / Kein Sinn ist mehr auf Erden.

siehe auch http://www.kath-info.de/busse.html

22. Dez.: Herz Jesu, mit Schmach gesättigt

Denken wir an den Kreuzweg des Herrn. Wie wurde seine Liebe, die Wunder, die Er gewirkt hat, und die Heilungen gewürdigt? Nein, sie verspotteten und verlachten ihn. Vergessen die Wohltaten, die Jesus gewirkt hat. Auch heute vergessen die Menschen die Liebe Gottes und mißachten seine Gebote. Wie viele Ausreden haben sie parat, nur um nicht zu glauben und ihr Leben nach den Geboten Gottes auszurichten. Auf den ersten Blick mag es schwer fallen, aber die zehn Gebote entsprechen unseren tiefsten Wünschen. Wie traurig ist der Herr, ansehen zu müssen, wie seine Gebote ausgeschlagen werden, wobei sie der Schlüssel zum Glück sind. Wie Jesus über Jerusalem weint, das die Stunde der Gnade nicht erkannt hat, so weint der Herr über jede einzelne Seele, welche die Liebe Gottes und Seine Wege ausschlägt. Er hat Pläne des Heiles. Wie oft berichten vom Schicksal Bezeichnete, daß der Schicksalschlag sie wieder zum Glauben und zur Fülle des Lebens gebracht hat. Wie haben sie davor am Leben vorbeigelebt? Haben dem Glück nachgejagt ohne es zu finden, bis Gott sie wieder eingeholt hat. Die Sünde verletzt Gott und auch das Herz Jesu. Nehmen wir den Ruf Fatimas wahr und leisten wieder Sühne, indem wir Gott anbeten und ihm die geschuldete Ehre erweisen. Gott will einfach unser Ja und unsere Dankbarkeit. Im Gebet geben wir Antwort auf seine Liebe und werden wiederum seine Liebe immer tiefer erfassen - begreifen werden wir sie nie ganz. Seine Liebe zu uns Menschen ist immens!

21. Dez.: Herz Jesu, Sühne für unsere Sünden
In der Weihnachtszeit erinnern wir uns, daß Jesus Mensch geworden ist, um uns zu erlösen. Jesus hat außer der Sünde Fleisch angenommen und ist  Menschen geworden. In seinem irdischen Leben hat Jesus den Ungehorsam und den Stolz Adams gesühnt, in deren Linie wir als Menschen durch die Erbsünde stehen. Ungehorsam, weil Adam nicht Gott gefolgt hat und lieber der Schlange gefolgt ist, die ihnen einredete, daß sie dann werden wie Gott. Hier ist der Stolz begründet – sein zu wollen wie Gott. Es ist einfach schlecht, sich mit dem Teufel auf eine Diskussion einzulassen. Er belügt uns immer und blendet uns meist sehr geschickt. Jesu Ziel war es, uns am Kreuz zu erlösen. Er hat gerade am Kreuz seine Arme der Barmherzigkeit annageln lassen, damit sie nicht fallen. Moses hat auf dem Berg sitzend seine Arme stützen lassen, damit das Volk Israel im Kampf siegreich bleibt. So darf Jesu Barmherzigkeit siegen. Dieser Aufruf Jesu an den Sünder durch seine ausgebreiteten Armen ihn willkommen zu heißen, war ihm nicht genug. Nach seinem Tod ließ er sich sein Herz öffnen, aber warum? Zum Einen für die Skeptiker, die den Tod Jesu anzweifeln und meinen, er sei nur in einem Schmerzkoma für drei Tage gewesen. Den Herzstoß mit dem Schwert oder der Lanze beherrschten die römischen Soldaten gut. Es war Teil ihrer Ausbildung. Zum Anderen dürfen wir erkennen, daß nach dem Tod die Herzenswunde nicht mehr heilt. Das Herz Jesu, das für mich geöffnet wurde, steht mir immer offen. Durch Sein kostbares Blut werden wir gereinigt von unseren Sünden. Jesus sühnt unsere Sünden mit Seinem Blut bei seinem himmlischen Vater. Gott Vater selbst opfert seinen eigenen Sohn und somit auch sich selbst, um unsere Sünden zu sühnen. Seine Liebe brennt danach, diese Liebe an uns im Himmel in alle Ewigkeit zu verströmen.

20. Dez.: Herz Jesu, Quell des Lebens und der Heiligkeit
Denn bei Dir ist  ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte schauen wir Licht (Ps 36,10). Auch der Johannesprolog 1,1-9 können wir hier heranziehen. Aus dem Wort ist alles geworden und nichts ist ohne das Wort geworden…. Der Mensch denkt immer wieder, er muß sich gleichfalls wie der Baron von Münchhausen selbst aus dem Sumpf ziehen, was aber nicht möglich ist! Vielmehr dürfen wir unsere Schwachheit anerkennen, Paulus rühmt sich, wenn er sich rühmen will, seiner Schwachheit. Genau das ist der Schlüssel zum Heil! Am Kreuz wurde das Herz Jesu für uns geöffnet, damit es für uns offen stehe. Durch das Blut und das Wasser, welche die Sakramente symbolisieren, werden wir in den Sakramenten in unserem Gnadenleben genährt. Wenn wir unsere Schalen waagerecht dem Herrn hinhalten und uns füllen lassen, dann sind wir vollständig erfüllt. Wenn Jesus sich in uns eingießen kann, so fließt seine Heiligkeit in mich hinein. Wir brauchen nur unser Ja sprechen, so ist die Türe zu unserem Herzen offen und Gott kann seine Freude, seine Liebe und sein Leben in uns eingießen und so werden wir heilig. Natürlich dürfen und sollen wir mitwirken, denn Gott will durch seine Kinder wirken und in unserer Schwachheit kommt seine Allmacht und sein Wirken zum  Tragen. Wenn wir alles von Gott erwarten und unsere Zuflucht zum Herzen Jesu nehmen, dann kann Gottes Herrlichkeit in uns erstrahlen, z.T. ohne das wir es merken. :-)

19. Dez.: Herz Jesu, reich für alle, die dich anrufen
„Bittet und ihr werdet empfangen, klopft an und es wird euch aufgetan werden.“ Leider meint die Welt bzw. die Menschen, daß sie alles selbst machen müssen oder alles im Griff hätten. Wie unbeholfen sind wir doch ohne Gott! Der Sieg in Lepanto oder die Befreiung Wiens 1683 geht auf die vielen Beter zurück, die beharrlich den Rosenkranz gebetet haben. Reich für alle, die ihn anrufen. Der Pharisäer hat sich vor Gott gerühmt und ging leer nach Hause. Er war wenigstens noch tugendhaft, aber was rühmen sich die Menschen heute im Vertrauen auf ihre eigene Stärke? Welch eine Hybris! Der Zöllner wagt es nicht einmal aufzublicken, weil er sich seiner Sünden bewußt ist, aber er bittet aus ganzem Herzen! Die Demut und die Bitte um Hilfe gereicht dem Zöllner zum Heil. Ergreifen wir auch heute wieder vertrauensvoll den Rosenkranz, schmökern wir in der Heiligen Schrift, gehen wir in die Stille und widmen uns dem  Gebet – wir werden Antwort und Einsicht erhalten! Jesus gießt reichlich seine Gnaden aus, die ihn kindlich anrufen.

18. Dez.: Herz Jesu, geduldig und voll Erbarmen
Wie oft rennen wir von Gott weg? Wie oft sündigen wir? Haben sie sich schon einmal überlegt, wie viele Freikarten zur Beichte sie haben? Ich weiß es auch nicht, aber jedesmal wenn ich bereue und einen Priester finde, kann ich in der Beichte meine Sünden loswerden. Jesus wird nicht müde, mir zu verzeihen. Seine Geduld ist geradezu eine Langmut. Das schöne an der Beichte ist, auch wenn wir uns jedesmal überwinden müssen, daß Gott uns noch helfende Gnaden dazu schenkt. Gott vergibt nicht nur die Sünden, sondern es gefällt ihm, mir noch zusätzliche Gnaden zu schenken. Wenn wir es recht bedenken bzw. betrachten, müßte uns vor lauter Staunen der Mund offen stehen. Reißen wir unsere engen Grenzen nieder, wo wir der Barmherzigkeit Gottes Grenzen setzen wollen. Bereuen wir aufrichtig und aus Liebe zu Gott, daß wir ihn beleidigt haben – dann kennt Gottes Geduld und sein Erbarmen keine Grenzen. Flüchten wir also zu diesem unaussprechlich liebevollen Herzen Jesu. Nur Er kann unsere Sehnsucht stillen.

17. Dez.: Herz Jesu, Sehnsucht der ewigen Hügel
Im Alten Testament sind die Berge Sion, Horeb, Sinai und auch der Hügel von Jerusalem gemeint. Schon von alters her, sehnen sich die Menschen nach der Erlösung von den Sünden. In den Schriften der Propheten und den Klageliedern dringt die Sehnsucht sehr stark durch. Wann kommt der Messias, der Erlöser? Wann bricht seine Zeit an? Wie lange müssen wir noch warten? Das Volk Israel ist erprobt in der Geduld. Über 400 Jahre flehten die Israeliten, um aus Ägypten befreit zu werden. Schon nach dem Sündenfall und bei Jesaja gibt Gott uns ein Zeichen. Eine Jungfrau wird einen Sohn gebären, den Emanuel. Ab dem dritten Advent ruft uns der Prophet zu: „Schon nahe ist der Herr.“ Der Herr läßt sich in seinem Heilsplan nicht aufhalten. Gott verfolgt seinen Heilsplan getreu und niemand kann ihn aufhalten. Vielleicht haben wir den Eindruck, daß nichts passiert, aber wie im Winter der Weizen unter der Schneedecke wächst, so wirkt Gott im Verborgenen. Tobit 3 ist hierfür ebenfalls ein schönes Beispiel. Sarah und Tobit beten und sofort schickt Gott seinen Erzengel Raphael auf Erden. Bis aber Sarah und Tobit das Wirken Gottes erkennen, vergehen Wochen oder Monate. Bleiben wir getreue und standhaft. Verlassen wir nicht das Vaterherz, sondern fliehen wir um so mehr zu Ihm. Im Herzen Jesu wird die Sehnsucht der ewigen Hügel – die Sehnsucht aller Menschen – gestillt.

16. Dezember: Herz Jesu, von dessen Fülle wir alle empfangen haben.
In der Taufe werden wir von allen Sünden befreit. Wir sind Kinder Gottes und haben am Gnadenleben teil. Gott überströmt regelrecht in Seiner Liebe zu den Menschen. Das Herz ist Sinnbild für die Liebe, die Person und Persönlichkeit. Jesus ist wahrhaft mit ganzem Herzen dabei – ja bei uns! Wir empfangen bei jedem Sakrament, dem Gebrauch der Sakramentalien und des Segens die Fülle seiner Liebe. Oft spüren wir es nicht und dennoch empfangen wir aus der Fülle Seines Herzens, das förmlich für Dich schlägt. Im Bild des barmherzigen Heilands strömen von seinem Herzen weiße und rote Strahlen hervor. Wenn wir beständig unsere Zuflucht in Seiner Liebe nehmen, so kann er dich beständig mit seiner Liebe bestrahlen. Sonne dich in Seiner Fülle!

15. Dezember: Herz Jesu, an dem der Vater sein Wohlgefallen hat
Gott hat den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffen, um Seine Liebe uns mitzuteilen. Nach dem Sündenfall war es im Heilsplan Gottes, die Menschheit wieder mit sich zu versöhnen. Gott selbst ist in Jesus Menschen geworden und den Menschen in allem gleich, außer der Sünde. Im Leben Jesu können wir seinen Gehorsam und seine Demut betrachten. Hier hat Jesus den Hochmut und den Ungehorsam Adams und Evas gesühnt. Der himmlische Vater hat sein Wohlgefallen im Herzen Jesu, dem vollkommenen Menschen. In der Nachahmung Jesu hat der Vater ebenfalls Wohlgefallen an Dir! Dies ist auch der Weg der Heiligkeit.

14. Dezember: Herz Jesu, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt
„Mein Sohn bist Du, heute habe ich Dich gezeugt“ (Ps2,7). Gott Vater gießt sich aus in Seinem Sohn. Seine Gottheit wohnt auch in Jesus und ist Gott. Dabei ist die Gottheit Jesu nicht weniger, sondern die ganze Fülle der Gottheit wohnt in der zweiten göttlichen Person, Jesus. In Jesus sind in einer Person zwei Naturen: die göttliche und die menschliche. Im Herzen Jesus wohnt somit auchdie ganze Fülle der Gottheit. In der Verehrung des Herzens Jesu genießen wir die Fülle seiner Gottheit.

13. Dezember: Gaudete- Sonntag
Freut euch im Herrn allezeit – Unsere Freude kommt aus unserer Beziehung zu Jesus. Aus dieser Freude und Liebe erwächst die Milde, die wir allen Menschen zukommen lassen dürfen. Wir können uns beständig aus der Liebe Gottes, aus seinem liebenden Blick, speisen. Unser geistiges Konto  kann nicht leer werden, solange wir fest mit Gott verbunden sind. In Gott besitzen wir den Frieden. Schauen wir doch in die Welt, wie friedlos, ja leider sogar immer haßerfüllter wird. Die Menschen sind von Angst erfüllt und verwirrt, weil sie Gott nicht die Ehre geben. Alles wollen sie selbst und besser machen und schließen Gott aus. Welch ein Drama! Kehren wir wieder zurück und werden wieder Kinder Gottes, die sich um nichts Sorgen machen müssen, denn der himmlische Vater sorgt für uns. Lassen wir unsere Herzen und Gedanken wieder reinigen im Gebet – der Zuflucht im Herrn! 

12. Dezember: Erscheinung der Muttergottes in Guadalupe, Herz Jesu, in dem alle Schätze der Weisheit und Wissenschaft sind
Die Weisheit wird heute gerne mißbraucht und mit Verschlagenheit verwechselt. Unser Intellekt (intus legere – im Inneren lesen) liest in den Dingen und die reinen Herzens sind, lesen klar mit ihrem Verstand und erkennen die Zusammenhänge, die Gott in seiner Weisheit so erschaffen hat. In den Dingen erkennen wir auch das Wirken Gottes und Seine Existenz. Im Herzen Jesu finden wir all die Schätze der Weisheit, weil der Schlüssel zu allem die Liebe ist. Gott ist die Liebe und ohne die Liebe können wir nicht zu Gott gelangen und Ihn nicht erkennen. Das Wort Wissenschaft meint hier die Fülle des Wissens. Wir müssen über Erfahrungen und Beobachtungen unsere Schlüsse ziehen, um zur Erkenntnis zu gelangen und uns einen Wissensschatz anzueignen. Das ganze Wissen (Wissenschaft) ist aber in Gott. Die Weisheit und Wissenschaft bekommen wir in der Verehrung des Herzen Jesu quasi geschenkt. Der hl. Alanus von Rupe erwähnt, daß er im Rosenkranz und in der Verehrung Mariens mehr „gelernt“ habe, als aus allen theologischen Büchern. Wobei eine fundierte Philosophie und Theologie sehr nützlich sind. Die Frömmigkeit und Demut darf bei den Theologen nicht fehlen. Jeder kann in der Betrachtung des heiligsten Herzen Jesu diese Schätze der Weisheit und Wissenschaft erhalten. Oft merken wir in der Einfachheit und Bescheidenheit nicht, daß Gott uns tiefe Wahrheiten erkennen läßt. Seien wir einfach dankbar für Seine unaussprechliche Liebe zu uns Menschen. Weisheit und Wissenschaft haben auch nichts mit Besserwisserei zu tun. Die Wahrheit wird uns frei machen und überzeugen.

11. Dezember: Herz Jesu, König und Mitte aller Herzen
Jesus ist der Ursprung des Lebens und das Wort, durch das alles geworden ist (Joh 1,3). Somit ist Er  der König, wie Er auch das Haupt der Kirche ist. Im Mittelpunkt steht sein Herz, aus dem sich Seine Liebe verströmt. In den Evangelien begegnet uns Jesus und lebt uns diese Liebe vor. Wir dürfen Ihn nachahmen, Ihm nachfolgen in Seiner Liebe. So ist sein Herz der Mittelpunkt unserer Betrachtungen, denn wir lernen von ihm. Ohne Ihn können wir nichts tun, aber wenn wir dem König der Liebe folgen, gelingt uns viel, ja sogar alles. Wir suchen dann nichts als Seine Liebe und Seine Ehre. Es ist uns geradezu eine Freude, daß der dreifaltige Gott verehrt wird und Seine Liebe in den Herzen wieder mehr Raum gewinnt. Denn im Herzen Jesu finden wir die Sehnsucht unserer Herzen. Wir finden die Erfüllung unserer Träume, unserer Bedürfnissen und die Harmonie, Zuhause zu sein in seinem Herzen. Jesus regiert uns mit Seiner unbegreiflichen Liebe, die wir niemals ganz ausloten werden. Wann ergibst du dich Seiner Liebe? Das Joch des Königs ist süß und leicht.

10. Dezember: Herz Jesu, allen Lobes überaus würdig
Diese Anrufung mag uns heutzutage etwas befremden, doch Gott allein gebührt die Ehre. Das Herz Jesu, das quasi für uns schlägt, gebührt allen Lobes und Ehre. Jesus hat die Herrlichkeit des Vaters verlassen, um den Menschen in allem gleich zu werden außer der Sünde. So sehr liebt Gott seine Geschöpfe, daß er selbst Mensch geworden ist. Sein Ziel ist es jedoch, uns mit ihm zu versöhnen und so hat Er selbst die Schuld auf sich genommen. Durch Seinen Kreuzestod sühnt er unsere Sünden. Am Kreuz läßt er nach seinem Tod das Herz öffnen. Warum aber nach seinem Tod? Zum einem, daß sichergestellt ist, daß er tot ist. Zum anderen, damit diese Wunde nicht mehr verheilt. Jesus zeigt uns, daß Sein Herz für uns immer offen steht. Die Tür der Versöhnung ist immer geöffnet, wir brauchen nur in Sein Herz zu fliehen. Im Wasser der Taufe und des Firmung und im Kostbaren Blut der Eucharistie, Beichte und Krankensalbung werden wir abgewaschen von unseren Sünden. Jesus will uns wahrhaftig laben. Können wir da noch verstummen? Je tiefer ich diese Geheimnisse betrachte, um so mehr muß ich in den Lobpreis ausbrechen. Je mehr ich mich auf Seine Liebe einlasse, um so mehr wird mir bewußt, daß Gott und seiner Liebe allen Lobes würdig ist. Du kann Ihn nichts als loben!

9. Dezember: Herz Jesu, Abgrund aller Tugenden
Das allerheiligste Herz Jesu hat alle Tugenden in unübertrefflicher Weise erfüllt. Er ist der Abgrund aller Tugenden. Jesu Tugenden können wir nie ausloten oder bis ins letzte ergründen. Letztlich bleibt es ein Geheimnis für uns. Es ist daher töricht, sich mit Jesus zu messen oder Ihn herausfordern zu wollen. Wir ziehen immer den Kürzeren. Wenn aber Jesus der Abgrund bzw die Fülle aller Tugenden in sich birgt, so ist es sehr empfehlenswert, Jesus genau zu betrachten und sein Verhalten, seine Demut und sein Gehorsam nachzueifern und somit allen Seinen Tugenden. Modellum nostrum Christus est – unser Modell ist Christus selbst.

8. Dezember: Unbefleckte Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria, Herz Jesu, voll Güte und Liebe
Jesu Herz brennt in Liebe zu uns. Dieses Feuer verlischt nie! Betrachten wir wie er die Ehebrecherin nicht verurteilt und voller Güte sie behandelt. Sündige fortan nicht mehr. Petrus verleugnet den Herrn dreimal. Wie läßt Jesus diese Verleugnung wieder gutmachen? Er fragt ihn, ob Petrus ihn liebt. Weil Petrus es nicht wagt, zu sagen, daß er ihn liebt und stattdessen sagt: „ich mag dich.“ In der dritten Frage geht Jesus auf seine Ebene herunter und fragt ihn: „Magst du mich.“ Die dreimalige Frage läßt Petrus seine Sünde der Verleugnung wieder sühnen. Wie zart geht jedoch Jesus mit Petrus um. Wie rücksichtsvoll ist er! Sein Herz überströmt vor lauter Liebe und Güte. Lassen wir uns von seiner Güte treffen und nehmen diese Güte zu Herzen. Will ich mich bei nächster Gelegenheit auch so verhalten, wenn ich von meinem Nächsten maßlos enttäuscht werde? Denke ich dann an die Güte Seines göttlichen Herzens?

7. Dezember: hl. Ambrosius, Herz- Jesu, du Wohnstatt der Gerechtigkeit und Liebe
Die Barmherzigkeit steht in enger Beziehung mit der Gerechtigkeit und der Liebe. Es kann ja eine Person nur barmherzig sein, wenn der Gnade vor Recht walten läßt und verzeiht. Nur wenn der Schuldige uneinsichtig oder verstockt ist, so wird die Gerechtigkeit zum Zuge kommen. Jesus läßt uns ein durch das Tor der Barmherzigkeit zu gehen. Dies ist nichts anderes als Beichte. Wenn wir aufrichtig und reuevoll unsere Sünden bekennen, mit denen wir Gott beleidigt haben, so ist der Herr barmherzig und vergibt uns die Schuld. Barmherzigkeit steht nicht im Gegensatz zu Gerechtigkeit und Liebe, im Gegenteil. Solange wir leben, können wir immer wieder Gottes Erbarmen anrufen. Nur müssen wir dies aufrichtig und reuevoll und ehrlich tun. Denken wir immer wieder an Gottes Ordnung. Er lädt uns in den zehn Geboten immer ein, in Gottes Ordnung zu leben und somit das Leben in Fülle zu haben. „Mein liebes Kind,“ könnte Gott sprechen: „wenn du das Leben wählen willst, so halte die Gebote.“ In ihnen finden wir Orientierung, Ruhe und Friede. Sicherlich ist es nicht immer einfach, dieselben einzuhalten (Versuchungen), aber wenn wir die Versuchungen überstanden haben, sie wir froh und glücklich. „Ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.“ In Seiner Liebe hat er die Gebote erlassen und sie sind sehr stimmig. Selbst Psychiater finden in den Patienten immer den Wunsch, daß der Patient geliebt wird, etc.. Letztlich wünschen sich die Patienten die Einhaltung der zehn Gebote. Steckt also tief drinnen. Tja, das Gesetz Gottes ist nun mal in unsere Glieder geschrieben, wie es Paulus erwähnt. Jesu Herz ist die Wohnstatt der Gerechtigkeit und Liebe. Fliehe in Sein Herz und du wirst daran teilnehmen.

6. Dezember: 2. Advent (hl. Nikolaus) Herz- Jesu, du brennender Feuerherd der Liebesbande
Gott ist die Liebe! Und wie brennt seine Liebe zu uns Menschen. Jesus hat Seine Herrlichkeit verlassen, um Mensch zu werden – in allem gleich, außer der Sünde. Vergessen wir nicht, daß wir nach dem Bild und Gleichnis Gottes erschaffen wurden. Wer will nicht geliebt und geachtet werden? Und doch fällt es uns schwer, diese brennende Liebe Gottes anzunehmen und zu beantworten. Es genügt ein einfaches Ja. Gott brennt in Seiner Liebe zu uns. Er will mir nahe sein und erfindet viele Weg, um sein bockiges Kind zurückzugewinnen. Haben wir keine Angst, Gott hat sehr viele Weg und ist viel einfallsreicher, als du und ich. Seine Liebe geht jedem Sünder mit dem Verlangen nach, auch ihn in Gottes Liebe aufzunehmen. Werfen wir all unsere Zweifel und die Lebenslügen über Bord. Lassen wir uns von Seiner grenzenlosen Liebe gewinnen!

5. Dezember, Herz- Marien, - Herz Jesu, Haus Gottes und Pforte des  Himmels
„Niemand kommt zum Vater als durch mich“ (Joh. 14,6). Gott ist dreifaltig einer – Er ist ein Gott in drei Personen. So erkennen wir, daß das Herz Jesu auch das Haus Gottes ist. In Jesu Herz wohnt die ganze Dreifaltigkeit. Das Herz ist das Haus Gottes, in ihm wohnt Gott. So mancher schmunzelt, wenn es heißt, ich nehme meine Zuflucht in das Herz Jesu. Laß sie uns belächeln, sie liegen aber falsch, denn sie übersehen die Pforte in den Himmel. Das Herz Jesu ist die Pforte, also Eingangstüre, in den Himmel. Fliehen wir ins Herz Jesu, befinden wir uns in gewisser Weise schon im Himmel. Das Herz ist der Zugang zu Seiner Liebe, die grenzenlos und unaussprechlich ist. Seine Liebe können wir nicht ermessen oder ausloten. Unsere Worte versagen. Bergen wir uns einfach in Seine Liebe, das genügt!

4. Dezember, Herz Jesu, Zelt des Allerhöchsten
Gott hat in seiner Menschwerdung ein Herz angenommen. Das Herz ist nicht nur ein Muskel in unserem Körper, sondern vielmehr ein Sinnbild für die Mitte einer Person, seine Persönlichkeit. Ich gebe mein Herz hinein, bin mit dem Herzen dabei. Meine volle Aufmerksamkeit gehört dieser Sache. Gott ist mit ganzem Herzen bei der Erlösung der Menschheit. Gott hat Herz! In diesem Herzen wohnt nichts als Liebe und ist somit Zelt bzw. Herberge für die Liebe Gottes. Wie muß wohl das Licht seiner Liebe aus diesem Zelt strahlen? Sein Herz ist das Zelt der Liebe Gottes, das mitten unter uns wohnt, in jedem Tabernakel. Will ich dieses Zelt nicht einmal im Tabernakel aufsuchen? Meine Aufwartung dem Herzen Jesu im Altarsakrament machen? Warum zögere ich? Überwinde dich, du Katholik, und gib Gott die Ehre in seiner Kirche. Er wartet nur auf dich, um dich mit Seiner Liebe zu überfluten.

Der Advent:
ist eine Zeit der Erwartung des Herrn. Wir halten Ausschau nach dem Messias, welcher der Menschheit versprochen ist. Voller Sehnsucht schmachten wir nach seinem Kommen, so wie es das Volk Israel getan hat. Wir erkennen unsere Erlösungsbedürftigkeit, wie schwach und einsam wir sind. Keiner ist da, der uns erlösen kann aus der Menschheit außer der Erlöser.
Der Advent ist eine geschlossene Zeit, d.h. eine Zeit der Stille, Einkehr und der Buße. Ich werde mir meiner Sündhaftigkeit bewußt. Je tiefer ich mich meiner Sünden stelle, den Herrn um sein Erbarmen flehe, umso größer wir die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes bewußt. Gott neigt mir sein Angesicht zu. Er selbst wird Mensch, um meine Schuld auf sich zu nehmen und die Schuld zu bezahlen. Jesus hält seinen Leib hin, um die Strafen der Sünden auf sich zu nehmen. Er selbst läßt sich treffen, um seine verlorenen Kinder wieder ins Vaterhaus zurückzuführen. „Der Herre, der Gerechte, zahlt die Schuld für seine Knechte.“