Wigratzbad - Priesterseminar St. Petrus

Niederlassungsinfo
Während der Renovierungsarbeiten in der Gnadenkapelle entfällt werktags die hl. Messe um 6:30 Uhr, und die Frühmesse um 5:40 Uhr wird in der Sühnekirche gefeiert. Die werktägliche Abendmesse um 17:15 Uhr sowie die Sonntagsmesse um 10 Uhr finden in der Hauskapelle des Priesterseminars statt. Die Vesper der Seminargemein-schaft wird in dieser Zeit werktags und sonntags um 17:30 Uhr in der Sühnekirche gesungen. Alle unten aufgeführten Liturgien finden in der Sühnekirche statt, insofern nichts Weiteres dazu vermerkt ist.
 

▶▶ Geistliches Wort zum Sonntag Quinquagesima

Sonntag, 26. Februar 2017: Sonntag Quinquagesima (2. Klasse)
07:55   Hochamt
10:00   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Vesper und Sakramentsandacht
Keine Komplet in der Sühnekirche

Montag, 27. Februar 2017: Hl. Gabriel von der schmerzhaften Mutter (3. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Prim
07:15   Hl. Messe der Seminargemeinschaft
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Vesper
20:45   Komplet

Dienstag, 28. Februar 2017: Vom Tage (4. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Prim
07:15   Hl. Messe der Seminargemeinschaft
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
Keine Vesper in der Sühnekirche
20:15   Komplet

Mittwoch, 1. März 2017: Aschermittwoch (1. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Laudes
06:50   Hochamt
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
Keine Vesper in der Sühnekirche
20:15   Komplet

Donnerstag, 2. März 2017: Donnerstag nach Aschermittwoch / Priesterdonnerstag (3. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Prim
07:15   Hl. Messe der Seminargemeinschaft
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Sakramentsandacht
Keine Komplet in der Sühnekirche

Freitag, 3. März 2017: Herz-Jesu-Freitag / Freitag nach Aschermittwoch (3. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Prim
06:50   Gesungenes Amt
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Kreuzweg
20:15  Komplet

Samstag, 4. März 2017: Samstag nach Aschermittwoch / Herz-Mariä-Sühnesamstag (3. Klasse)
05:40   Hl. Messe
06:25   Prim
07:15   Hl. Messe der Seminargemeinschaft
17:15   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Vesper
Keine Komplet in der Sühnekirche.

Sonntag, 5. März 2017: Erster Fastensonntag (1. Klasse)
07:55   Hochamt
10:00   Hl. Messe (Seminarkapelle)
17:30   Vesper und Sakramentsandacht
Keine Komplet in der Sühnekirche

 

Geistliches Wort zum Sonntag Quinquagesima

Die Lesung des Sonntags Quinquagesima bietet uns einen der bekanntesten Texte des Neuen Testamentes: das sogenannte Hohelied der Liebe (1 Kor 13). Gerne wird diese hymnische Lobpreisung der Liebe in verschiedenartigsten Zusammenhängen zitiert, nicht selten auch, um die anspruchsvolle Moral, die mit unserem Glauben verbunden ist, zu entschärfen. Es komme doch nur auf die Liebe an, heißt es dann.

Ein ähnliches Schicksal mußte ein Satz des heiligen Augustinus erfahren: „Dilige, et quod vis fac – Liebe, und (dann) tue, was du willst.“ Diese Aussage eignet sich, aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen, noch besser als 1 Kor 13 dazu, die christliche Moral mit ihren Geboten und Verboten aus den Angeln zu heben. „Kann denn Liebe Sünde sein...?“

Daher sei das Augustinuswort hier einmal in seinem Kontext angeführt. So begreifen wir besser, was der heilige Kirchenlehrer – in völliger Übereinstimmung mit Paulus und mit der gesamten Lehre der Kirche – uns sagen will: Nicht eine weiche, nachgiebige Haltung, sondern ein Leben in Verantwortung vor Gott und den Menschen ist Kennzeichen der wahren, aus Gott stammenden, heiligen und übernatürlichen Liebe!

Hören wir Augustinus im Kommentar zum Ersten Johannesbrief (2,14):  
„Bei verschiedenem Tun finden wir einen Menschen, der aus Liebe wütet, einen andern, der aus Bosheit sich liebenswürdig benimmt. Der Vater prügelt den Knaben, der Sklavenhändler putzt ihn heraus. Stellst du dir nur dieses beides zur Wahl: Stockstreiche und hübschen Aufputz: wer wählte nicht lieber den Putz als die Streiche! Achtest du auf die Personen: so ist es die Liebe, die schlägt, die Bosheit, die schmeichelt. Ihr seht, was wir euch nahelegen wollen: die Taten der Menschen lassen sich nur von der Wurzel der Liebe her werten. Denn vieles kann man tun, was guten Anschein hat, aber nicht aus der Wurzel der Liebe hervorgeht. Denn auch der Dornstrauch blüht; vieles aber scheint hart und finster, und doch schafft es um der Zucht willen die Liebe. Einmal für alle wird dir also ein kurzes Gebot aufgestellt: Liebe und tue, was du willst! Schweigst du, so schweige aus Liebe; sprichst du, so spreche aus Liebe; rügst du, so rüge aus Liebe; schonst du, so schone aus Liebe: innen sei die Wurzel Liebe, nur Gutes kann dieser Wurzel entsprießen.“