Wigratzbad - Distriktshaus St. Michael

Niederlassungsinfo
Im September 2004 haben wir, dank der Gebete und Gaben unserer Freunde und Wohltäter, das Haus Kapellenweg 5 erwerben können. Hier wird neben der Tätigkeit für den deutschsprachigen Distrikt unserer Gemeinschaft der Teil seelsorglicher Arbeit koordiniert, der nicht direkt die Betreuung der Gläubigen an der „Herz Jesu und Herz Mariä Sühnekirche“ betrifft. Denn für diese stehen der Pilgerstätte Wigratzbad eigens zwei unserer Seminarpriester unterstützend zur Seite.

Da die zu betreuenden Gläubigen nicht wie in einer Pfarrei in einem begrenzt umschriebenen Gebiet leben und ein Besuch daher häufig leider nicht in mittelbarer Nähe durchführbar ist, bietet das Telephon für viele Menschen die Möglichkeit, mit uns, ihren Priestern, rasch in Kontakt zu kommen. Dieses Mittel wird häufig genutzt und viele gute Gespräche verschiedensten thematischen Inhalts haben sich hier bereits ergeben. Daneben bringt eine große Anzahl der Gläubigen die Anfragen, Bitten oder Wünsche althergebracht und bewährt in Briefform zu Papier. Immer mehr jedoch setzt sich das elektronische Briefeschreiben in Form des sog. „E-mails“ durch.

Direkt am Ortseingang an einem der beiden Durchgangswege gelegen, bietet sich das „Haus St. Michael“ zum schnellen Vorbeischauen geradezu ideal an. Der davor gelegene Parkplatz erleichtert zudem Autofahrern ihr Kommen. Auch Sie, liebe Leser, sind herzlich eingeladen uns zu besuchen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Beichtpastoral. Bis auf den Sonntag und Donnerstag – an diesen Tagen besteht in der Sühnekirche Beichtangebot – wird täglich die Möglichkeit zum Ablegen einer Beichte und/oder Aussprache angeboten. Die notwendige Einladung zur Aussöhnung des Menschen mit Gott, die uns durch die Verdienste Jesu Christi in diesem Sakrament immer wieder aufs Neue eröffnet wird, soll der Mensch nicht ungenutzt lassen. Die Aufteilung der Räumlichkeiten im Haus lassen es idealer Weise zu, daß einerseits Empfangs-, Gesprächs- und Arbeitsräume vorhanden sind, zum anderen aber auch uns Priestern die Alternative geboten wird zum Gebet, zur Betrachtung oder Vorbereitung von Predigten, Vorträgen etc., Rückzugsmöglichkeiten ins private Zimmer bietet. Viele Menschen, die ihre Not uns anvertrauen, treten oft erleichtert, mitunter beflügelt, ihren Heimweg an. Die Segnungen und das Gebet des Priesters schenkten ihnen wieder den Mut, ihr Kreuz anzunehmen. Manches dürfen sie bei Jesus abladen in der hl. Beichte, Aussprache oder im gemeinsamen Gespräch bzw. Gebet.

Der Priester ist beauftragt, die Früchte der Heilstat Christi den Gläubigen nahezubringen, z. B. durch die Verkündigung, aber diese auch direkt zu vermitteln, durch Spendung der Sakramente. Hierbei fällt der Krankenölung eine besonders bedeutende Rolle zu, ist sie doch das Sakrament, „durch [das] die Kirche gefährlich erkrankte Gläubige dem leidenden und verherrlichten Herrn [anempfiehlt], damit er sie aufrichte und rette...(Can. 998 CIC). Häufiger werden wir in letzter Zeit gebeten, dieses Sakrament zu den Menschen zu bringen – aber noch nicht oft genug! Leider wird der Priester übrigens nicht selten zu spät herbeigerufen, was dann zusätzlichen Schmerz bedeuten kann. Vielleicht hängt dies aber auch damit zusammen, daß es üblich geworden ist, die Krankenölung schon zu einem Zeitpunkt zu spenden, da der Gläubige für den Empfang noch nicht in der richtigen Verfassung ist, wodurch der eigentliche Sinn verfremdet wird.

Weiterhin halten wir Hausbesuche und die Erteilung der Krankenkommunion als wesentliche Bestandteile der Seelsorge für unabdingbar. Wer einmal erlebt hat, wie dankbar und erfüllt Menschen aufblicken, wenn man ihnen den Herrn ins Haus oder ans Krankenbett bringt und darüber hinaus etwas Zeit für ein Gespräch mitbringt, der tritt erfüllt, ja beschenkt, den Heimweg an.

Alles gottgefällige Tun muß getragen sein vom Gebet. Deshalb bitten wir Sie, liebe Leser, uns und unsere Arbeit mit Ihren Gebeten zu unterstützen. Möge der Herr es Ihnen reich vergelten!