Wigratzbad - Distriktshaus St. Michael

Niederlassungsinfo

Liebe Gläubige,

die „Corona-Krise“ erschüttert Kirche und Gesellschaft mit zum Teil sehr schmerzlichen Auswirkungen. Das betrifft auch die Seelsorge. Die Priesterbruderschaft St. Petrus ist dabei nicht ausgenommen. Wir sind verpflichtet, die kirchlichen und staatlichen Vorgaben zu beachten. Gleichzeitig aber wollen wir auch im Rahmen der noch verbliebenen Möglichkeiten den Gläubigen nahe sein und in ihren Nöten zur Verfügung stehen.
Konkret bedeutet das, dass Sie uns jederzeit telefonisch (08385 / 1625) kontaktieren können, um Ihre persönlichen Sorgen und Anliegen mit uns zu besprechen. Hausbesuche sind unter den gewöhnlichen Umständen zur Zeit nicht mehr erlaubt. Sollte aber ein schwerwiegender Notfall vorliegen, z.B. Lebensgefahr, werden wir Sie selbstverständlich besuchen und die heiligen Sakramente spenden. Falls die Erkrankung in Verbindung mit dem Corona-Virus steht, ist es wichtig, dass Sie uns das vorher mitteilen.

Zu den schmerzlichen Einschränkungen zählt u.a., dass eine Teilnahme von Gläubigen an der heiligen Messe vorerst nicht mehr möglich ist. Dies betrifft auch die Spendung der hl. Kommunion. Was das Bußsakrament betrifft, so stehen wir Ihnen dafür nach wie vor zur Verfügung. Nach den neuesten Vorschriften der Diözese Augsburg kann die Beichte allerdings nicht mehr in den Beichtstühlen erfolgen, weil dabei die Ansteckungsgefahr offenbar zu hoch sei. Es ist dies nur noch in Räumen mit einem Mindestabstand von 2 Metern möglich. Diese Voraussetzung ist in unserer Hauskapelle gegeben, die wir nach jeder Beichte für mindestens fünf Minuten ausreichend lüften. (▶▶ zum Beichtangebot)

Wir sind dem Wallfahrtsdirektor Maier dankbar, dass die Sühnekirche und die Krypta der Gnadenkapelle nach wie vor für das private Gebet und die Anbetung geöffnet ist unter Beachtung des Mindestabstands.

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis für die Einschränkungen der Seelsorge. Noch kann niemand voraussagen, wie lange sie Geltung haben. Seien Sie versichert, dass wir sie täglich in das hl. Messopfer und unseren priesterlichen Segen einschließen. Unser besonderes Gebet gilt den Kranken und Sterbenden, aber auch all den Ärzten, sowie allen, die in der Betreuung und Pflege der Kranken tätig sind und dabei ihre eigene Gesundheit riskieren, um Menschenleben zu retten. Wenden wir uns in dieser großen Not gemeinsam an den Herrn und an die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria! Vertrauen wir auf Gott, der alle Übel zum Guten wenden kann!

Es grüßt Sie alle, auch von meinen Mitbrüdern
Ihr P. Bernhard Gerstle FSSP, Distriktsoberer

Wigratzbad, 21.03.2020