Bettbrunn - Distriktsstudienhaus

Niederlassungsinfo
Bettbrunn ist ein Dorf der Gemeinde Kösching, das im malerischen Köschinger Forst nahezu an der Grenze des Bistums Regensburg zum Bistum Eichstätt gelegen ist. Auf ein Hostienwunder im Jahr 1125 geht eine Wallfahrt zurück, die bis heute lebendig ist. Somit kann man von der ältesten Hostienwallfahrt Bayerns sprechen. Nachdem ein Brand im Jahr 1329 die erste hölzerne Kapelle über dem Ort des Wunders und auch das ursprüngliche Ziel der Wallfahrt (die Hostie des ursprünglichen Wunders) vernichtet hatte, richtete sich die Verehrung der Pilger auf eine kleine hölzerne Christusstatue, die den Herrn als Salvator Mundi, als Heiland der Welt darstellt. Das ursprünglich für die geistliche Versorgung der Pilger errichtete Augusterkloster fiel der Säkularisation in Bayern 1803 zum Opfer. Seitdem wird die Wallfahrt durch den jeweiligen Ortspfarrer betreut. Mit seiner Zentrierung auf die hlst. Eucharistie und das Meßopfer bietet der kleine Ort somit den idealen geistlichen Nährboden für die Tätigkeit unserer Priesterbruderschaft St. Petrus, und wir haben ein gutes mitbrüderliches Verhältnis zum für die Pfarrkirche zuständigen Ortspfarrer.

Unsere Tätigkeit allerdings vollzieht sich nicht in der Wallfahrtskirche (von einigen Beichtdiensten und besonderen Wallfahrtsmessen abgesehen). Wo also haben wir unseren Ort? Im Jahr 2007 wurde unserer Gemeinschaft der im 19. Jahrhundert errichtete (andere Quellen nennen das Jahr 1712) ehemalige Pfarrhof des Ortes durch einen großzügigen Stifter geschenkt. Seit 2008 wohnen und arbeiten Mitbrüder in diesem wunderbaren Haus. Unsere dortige Bettbrunner Niederlassung St. Albert hat im wesentlichen drei Hauptaufgabengebiete:

1. Ein Haus zum Studium
Die ruhige Lage auf dem Land und das geräumige Haus sowie die schnelle Anbindung an die wissenschaftlichen Bibliotheken in Eichstätt und Regensburg bieten eine ideale Infrastruktur für jene Mitbrüder, die im Auftrag der Gemeinschaft wissenschaftlich arbeiten. So wurde die Niederlassung als Distriktsstudienhaus konzipiert.
Im Jahr 2010 wurde unserer Bettbrunner Niederlassung zudem der akademische Nachlaß von Prälat  Johannes Overath als Dauerleihgabe überlassen. Prof. Overath widmete sich u.a. als Peritus des II. Vatikanischen Konzils dem gesamten nachkonziliaren Problemfeld der Musica Sacra und der Liturgiereform. Er war ein großer Freund unserer Gemeinschaft und der überlieferten Liturgie und hat auch in unserem Priesterseminar St. Petrus doziert. Das Bettbrunner Haus widmet sich so auch der Aufarbeitung von Fragen im Kontext der Liturgiewissenschaft, um den Reichtum des usus antiquior der römischen Liturgie in den aktuellen Diskurs einzubringen. Durch die Großzügigkeit zweier Klöster konnten wir zudem eine ansehnliche Bibliothek aufbauen.

2. Verwaltung
Wegen der guten verkehrstechnischen Anbindung bietet das Haus St. Albert auch dem Distriktsoberen die Möglichkeit, es für Gespräche und Verwaltungsangelegenheiten zu nutzen.

3. Ausgangspunkt für viele Seelsorgsstellen
Seit seiner Gründung im Jahr 2008 ist das Bettbrunner Haus zum Ausgangspunkt vieler Seelsorgsstellen der Priesterbruderschaft St. Petrus geworden. Die erste Bitte an die zum Studium tätigen Priester kam vom Bischof von Eichstätt, nämlich die Messe in der außerordentlichen Form in Ingolstadt zu übernehmen. In diesem Bistum kamen durch das Wohlwollen von Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB als Seelsorgsstellen noch Neumarkt in der Oberpfalz und Eichstätt hinzu. Diese Gemeinden werden jeden Sonntag und auch an manchen Werktagen betreut. Im Anschluß an die Sonntagsmesse in Ingolstadt gibt es eine Katechese. Dazu kommen weitere Beichtdienste und Krankenkommunionen.
Von Bettbrunn aus betreuen wir zudem noch Blaibach im Bayerischen Wald (zwei Sonntage pro Monat), Amberg in der Oberpfalz (einmal pro Monat), Grafing bei München (jede Woche montags), oft Regensburg und Heideck (an Sonntagen und manchen Werktagen) sowie Erding (einmal im Monat). Die Gottesdienstzeiten der einzelnen Orte können Sie dieser Liste entnehmen.
Sehr regelmäßig sind wir in den Beichtdienst am Grab der hl. Anna Schäffer im nahegelegenen Mindelstetten eingebunden. Wir sind dankbar für diese heilige Sühneseele in unserer Nachbarschaft und empfehlen auch ihr unseren Dienst.
Einige der einst von Bettbrunn aus betreuten Seelsorgstellen sind mittlerweile selbstständig: Innsbruck, Garmisch-Partenkirchen (Mittenwald) und München.