Ausgabe

Nr.41

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus März

2009

 

Liebe Freunde u. Wohltäter!

Seit dem ersten Februar feiern wir sonntags die heilige Messe nun auch in der Bad Grönenbacher Schlosskapelle, 15 km südlich von Memmingen. Ende letzten Jahres hat eine Gruppe von Gläubigen dies von der Diözese Augsburg und der Petrusbruderschaft erbeten.

Im Frühjahr war dann organisatorisch alles soweit, und das Distriktshaus in Wigratzbad gab grünes Licht.

Nach Gesprächen mit dem Ortspfarrer und anfänglichen Schwankungen pendelte sich der Messbeginn auf 10.15h ein.

 

Sodann zeigte sich etwas Erstaunliches: Obwohl bei der heiligen Messe Engel zugegen sind, und wir mit ihnen in den Gesang des Sanctus einstimmen, bedarf es doch auch zahlreicher menschlicher Kräfte, um an einem neuen Ort mit der Feier der heiligen Messe zu beginnen:

 

Der Altar musste erst einmal hergerichtet werden. Altardecken wurden eigens genäht; Leuchter und Anderes musste beschafft, und Briefe geschrieben werden. Blumen müssen regelmäßig besorgt und frisch auf den Altar gestellt werden. Küster und Ministranten werden gebraucht, und diese müssen auch noch passende Gewänder haben. Jemand meldete sich und druckte Blättchen mit den Messtexten zum Austeilen an den jeweiligen Sonntagen für diejenigen, die keinen eigenen Schott haben.

Eine Liedertafel wurde gezimmert und jemand muss die Orgel kompetent spielen. Nicht zuletzt brauchte es auch menschliche Stimmen, eine Choralschola, die sich mit dem Gemeindegesang abwechselt. Weitere Sängerinnen und Sänger könnten sich noch gut zur größeren Ehre Gottes einfügen, um an allen Sonntagen eine ausreichende Präsenz zu ermöglichen.

 

Es zeigte sich mal wieder: nur mit vereinten Kräften kann man eine schöne Liturgie feiern, und jeder einzelne wird an seinem Platz gebraucht.

Manchmal ist es so, dass auf diejenigen, die sich bereits engagieren stets weitere Aufgaben warten; dabei geht es doch eigentlich am leichtesten, wenn viele Hände anpacken. Näharbeiten vor der Karwoche und Altarwäsche werden sicherlich auch anfallen.

 

Bei guten Straßenverhältnissen finden sich nun regelmäßig ca. 30 bis 50 Gläubige ein, denen dadurch der weitere Weg nach Wigratzbad, Türkheim oder anderswohin erspart bleibt.

 

Schließlich liegt allen Besuchern eine würdige Feier heiligen Messe am Herzen, in der außerordentlichen Form.

Diese Form der heiligen Messe ist in Jahrhunderten gewachsen. Der Glaube und das Beten unzähliger Generationen haben sich in ihm verdichtet.

„Im Zusammensein von Menschen verschiedenster Veranlagung, verschiedener gesellschaftlicher Schichtung, vielleicht auch verschiedener Volksart, im Laufe verschiedener geschichtlicher Perioden ist das Zufällige und Besondere bis zu einem gewissen Grad abgefallen, und das Wesentliche, Allgemeingültige ist hervorgetreten. Die betreffende Weise geistlichen Verhaltens ist objektiv geworden.“[1]

So haben sich in der klassischen Liturgie gleichbleibende Formen gebildet, die sich bei jeder hl. Messe wiederholen; der Gottesdienstbesucher weiß, was ihn erwartet.

 

„Die tridentinische Messe bietet Heimat“, sagte eine Gottesdienstbesucherin. Dadurch, dass man nicht bei jeder hl. Messe gespannt sein müsse, was als Nächstes passiere, könne man sich richtig in die Gegenwart Gottes fallen  lassen. Man kann eintauchen in das mystische Geschehen am Altar, sein Leben mit hineinlegen und sich von Christus umwandeln lassen. Das ist es, was einen auch zutiefst mit allen anderen Christen vereint. Danach geht man als neuer Mensch, gestärkt wieder in den Alltag hinaus. Dort trifft man dann wieder ununterbrochen Wechsel und Schnelllebigkeit, doch auch das wird  dann ebenfalls ein Stück weit umgewandelt.

 

Wenn wir die heilige Messe richtig mitfeiern, müsste sich also jeweils ein Stückchen Wieder-Evangelisierung ergeben.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihnen gesegnete Kar- und Ostertage wünschend


(Pater Markus Rindler FSSP)


[1]Romano Guardini, Vom Geist der Liturgie, Herder 1957, S. 19

 

Wegbeschreibung Bad Grönenbach:

A7 bis Ausfahrt „Bad Grönenbach“, im Ort: zweimal Richtung Legau abbiegen (einmal links, einmal rechts), dann beim Haus „Krankengymnastik“ scharf nach rechts abbiegen.

Die Schlosskapelle ist in den Nebengebäuden links vor dem Schloss.

 

Grußwort:

Liebe Freunde und Wohltäter!

 

Sie halten den neuen Rundbrief in Händen, in dem auch alle Gottesdiensttermine für die Karwoche und die Osterzeit enthalten sind.  In diesem Jahr darf auch in der Kapuzinerkirche in Türkheim die Karwochenliturgie (das hl. Triduum: Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag) gefeiert werden. Das ist ein Grund zur Freude und zur Dankbarkeit, aber auch eine große Herausforderung für Pater Rindler, dem somit in Türkheim eine sehr große Vorbereitung obliegt. Solche Tage fordern die ganze Kraft von uns Priestern, besonders wenn diese Liturgien das erste Mal an einem solchen Ort stattfinden. Heute schon ein herzliches „Vergelts’s Gott“ an P. Rindler und alle, die ihm in Ministranten-, Gesangs- und Mesnerdiensten zur Seite stehen.

 

Seit einigen Wochen gibt es außerdem einen neuen Gottesdienstort: Bad Grönenbach bei Memmingen. P. Rindler fährt in der Regel sonntags nach der hl. Messe in Türkheim weiter dorthin (siehe Artikel).

 

In diesen Tagen ist unsere besondere Treue und unser Gebet für den Hl. Vater und unseren Bischof gefordert, die von den Medien schlecht gemacht werden, weil sie in ihrer Hirtensorge auf traditionelle Katholiken zugehen: der Hl. Vater auf die Piusbruderschaft und Bischof Mixa wurde kritisiert, weil er mir einen Seelsorgeauftrag für die Marienkinder erteilt hat. Beten wir, dass alle Beteiligten durch die Gnade Gottes gestärkt aus dieser Prüfung herausgehen.

Ihnen allen sage ich „Vergelt’s Gott“ für jede Form der Unterstützung und wünsche Ihnen ein gesegnetes hl. Osterfest!

  

Hinweise:

Bitte beachten Sie weiterhin unsere neue Kontonummer 23 91 60! Spenden auf das alte Konto erreichen uns noch in den nächsten Monaten.

 

Unsere Verstorbenen:

 

Am Faschingsdienstag wurde Pfarrer Georg Schmid nach einer kurzen schweren Krankheit im Alter von 86 Jahren von Gott in die Ewigkeit gerufen. Pfr. Schmid war sein ganzes Leben lang ein großer Marienverehrer. Außerdem durfte er des Öfteren mit Pater Pio sprechen und zusammenwirken. Als ich im Jahr 1996 meine Primiz feierte, hatte er den Mut zu meinem Weg zu stehen und hielt die Begrüßungsansprache. Dafür bleibe ich ihm immer zutiefst dankbar. Viele Jahre bis zu seinem Tod hat er in Landsberg und Umgebung segensreich als Ruhestandsgeistlicher gewirkt.

 R.I.P

Am 2. März starb in Türkheim Theresia Zaunberger im Alter von 97 Jahren. Sie war die Großmutter von Michael Huber unserem „Oberministranten“ in Türkheim. P. Rindler brachte ihr in der letzten Zeit immer wieder die Krankenkommunion.

 

R.I.P

 

 

Gesucht wird: Familienurlaub

-         in religiöser Umgebung,

-         mit Glaubensvertiefung jeweils für jung und alt,

-         hl. Messe, Gebet und Beichtgelegenheit

-         Möglichkeit zu gemeinsamen Unternehmungen und Beisammensein (mit Kinderbetreuung)

Zu finden in: Familienfreizeit Steinabad (Schwarzwald)

Anmeldung bei Pater Dr. Lugmayr FSSP

Tel.: 0711/ 982 77 91