Ausgabe

Nr.35

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus März

2008

 

Liebe Freunde u. Wohltäter!

Vor uns liegt die bedeutendste Zeit des Kirchenjahres: Wir dürfen die „Heilige Woche“ und die darauffolgende Osterzeit feiern. Die Geheimnisse der hl. Messen entfalten sich in diesen Tagen vor unseren geistigen Augen, wenn wir uns diesen Höhepunkt unseres Glaubens nahen. Die Osterzeit ist in besonderer Weise auch eine Zeit der Freude. Kardinal John Henry Newman (1890) schreibt dazu passend in seinem Buch „Das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“: „Lasset keinen weggehen mit dem Eindruck, dass das Evangelium uns eine düstere Ansicht von Welt und Leben fassen lasse!“ Es verbietet uns nur mit dem Genuss zu beginnen. Es sagt nur: Wenn ihr mit der Lust anfangt, werdet ihr mit dem Schmerz enden. Es heißt uns mit dem Kreuz Christi beginnen, und in diesem Kreuz werden wir zuerst Trauer finden, aber nach einer Weile werden Freude und Trost aus dieser Trauer sich erheben. Das Kreuz wird uns zu Reue, Demütigung, Gebet und Fasten führen,… aber alles Sorgen wird ein Ende haben, ja wird aufgenommen in einem weit höherem Glück als die Freude, die die Welt uns gibt… Unser Erlöser sagte zu seinen Jüngern: So habt auch ihr jetzt Leid. Doch ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird niemand von euch nehmen.“ (Joh 16,22)

Das Geheimnis Tod und Auferstehung begegnet uns überall. Es ist zu finden in unserem Lebens- u. Glaubensweg. Wie oft müssen wir durch Dunkelheiten und Not gehen bis wir im Osterlicht den Sinn aller Läuterungen sehen können und dürfen. Tod u. Auferstehung ist jedoch auch beim Entstehen von Gutem zu beobachten. Wo ein gutes Werk gedeiht ist oft zuerst Schwierigkeit, Ablehnung und die Gefahr von Mutlosigkeit. Wenn aber das „Weizenkorn stirbt, bringt des viele Frucht“. Diese Gedanken lassen sich auf vieles anwenden… Ich möchte Ihnen heute noch eine freudige Nachricht mitteilen, wo ebenfalls dieses „Prinzip“ erkennbar ist.

Seit einigen Wochen gibt es noch eine weitere Sonntagsmesse, die Pater Rindler und ich halten; nämlich um 17 Uhr in Bad Wörishofen, abwechselnd in der Pfarrkirche St. Justina und in der Dominikanerkirche. Grund dafür ist ein Antrag der dortigen Pfarreimitglieder und ein Seelsorgeauftrag, den uns unser Bischof Dr. Walter Mixa für die in Bad Wörishofen wohnenden „Marienkinder“ erteilt hat. Die Gemeinschaft der „Marienkinder“ war früher in Mindelheim ansässig und geriet in den 90er Jahren in negative Schlagzeilen. Viele Jahre lang war diese Gemeinschaft ohne Seelsorger und nachdem den „Marienkindern“ die kirchliche Verbundenheit und die traditionelle Liturgie wichtig sind, kam dieser nun auch von der Diözese bezahlter Seelsorgeauftrag zustande. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen auch mit Ihrem Gebet, da dieser Auftrag nicht ganze leicht ist und die Sache in einem großen Spannungsfeld (Eigenheit der „Marienkinder- Pfarrei und Stadt Bad Wörishofen- Klerus-Ordinariat-Petrusbruderschaft- „alte“ Liturgie – alte Vorurteile usw.) liegt. Aber durch manche Not hindurch leuchtet jetzt schon etwas vom „Osterlicht“. Das spüre ich, wenn ich dort die hl. Messe feiere.

 

Pater Markus Rindler und ich wünschen Ihnen eine gesegnete Karwoche und eine gnadenreiche hl. Osterzeit!