Ausgabe

Nr.31

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus Oktober

2007

 

Liebe Freunde u. Wohltäter!

 

Vielen von Ihnen wissen seit längerem meinen Wunsch in Augsburg einen Mitbruder zu erhalten. Ich weiß, dass viele dieses Anliegen im Gebet mitgetragen haben und sage dafür herzlich „Vergelt´s Gott“. Nun ist es soweit! In diesem Rundbrief wird sich Pater Markus Rindler vorstellen und ich möchten ihn nochmals –auch in Ihrem Namen- ganz herzlich willkommen heißen: „Grüß Gott, lieber Pater Markus!“ Die meisten von Ihnen haben ihn ja schon bei Vertretungen in St. Margareth gesehen oder konnten ihm am 12. August nach der Hl. Messe begegnen, als es sicher war, dass er nach Augsburg kommen darf.

Ja, diese Verstärkung kommt im richtigen Augenblick! Gott fügt alles doch zu SEINER Zeit, unabhängig von unseren Vorstellungen und Wünschen, jedoch mit göttlichem Weitblick. Wer hätte vor einigen Jahren ernsthaft gedacht, dass es  im Herbst 2007 so aussieht? Danken wir dem Hl. Vater für das „Motu proprio“ vom 7. Juli, indem wir nicht eng und verbissen, sondern klug und zur Einheit der Kirche beitragend, uns einsetzen für Gottes Ehre und das Heil der Seelen.

Am 28. Oktober starten die Hl. Messen in Türkheim, andere Gottesdienstorte in Bayern sind geplant…

Bisher wurde uns Priestern der Petrusbruderschaft oft vorgehalten:

„Wo werdet ihr denn eingesetzt?“ Jetzt scheint es, dass ein Mangel an geeigneten Priestern vorhanden ist. So hat das beharrliche Gebet um gute Priester weiterhin eine sehr große Bedeutung! Vor einigen Monaten habe ich auf die „Konfraternität“ der Priesterbruderschaft St. Petrus aufmerksam gemacht. Mitglieder dieser Gebetsgemeinschaft sind mit den Priestern geistig verbunden und beten für diese (täglich ein kleines Gebet und mindestens ein Rosenkranzgesätzerl).  Auf diesem Hintergrund wird nun einmal pro Woche vor der Abendmesse der Rosenkranz um und für Priester gebetet. Die Hl. Messe am Dienstag bietet sich dafür an. Es ist also dienstags um 18.15 Uhr Rosenkranz vor dem Allerheiligsten. Ich würde mich freuen, wenn viele mitbeten! Informationen zur „Konfraternität“ gibt es am Schriftenstand in St. Margareth, der sich seit einigen Wochen hinten in der Kirche befindet und gute Bücher und Kleinschriften anbietet (Hl Schrift in guter Übersetzung, Schottmessbuch, Katechismus, Glaubensbücher für Kinder usw.)

So möchte ich Sie alle der Rosenkranzkönigin empfehlen, die uns die Schnur mit den Perlen als Rettungsanker hinhält. Entdecken Sie neu die Kraft des Rosenkranzgebetes!

 

Bitte unterstützen Sie uns auch in materieller Hinsicht! Es fällt mir nicht leicht diese Bitte auszusprechen und ich wäre froh, wenn ich es nicht tun müsste. Die Hilfe durch einen weiteren Priester bietet viele neue seelsorgliche Möglichkeiten, aber die Ausgaben steigen auch… „Vergelt´s Gott“ sage ich für jede auch noch so kleine Gabe!

 

Mit priesterlichen Segensgruß!

 

 

 

Liebe St. Margareth Gemeinde!

 

Sie alle wissen, dass 1 Prozent von irgendetwas normalerweise nicht viel ist und, dass 1 Promille (= Tausendster Teil) noch viel weniger ist. In der Chemie kann man noch kleinere Anteile nachweisen. Deswegen stellte uns unser Chemielehrer auf dem Gymnasium eine neue Einheit vor: PPM (= Parts per million, d.h. der millionste Teil). Er stellte dann scherzend die Frage, was „1 PPM“ bedeute und gab darauf selbst die Antwort: „Ein Preuße pro München“.

 

Die letzten beiden Jahre war ich in Stuttgart im Dienst der Petrusbruderschaft. Ein gutes halbes Jahr zusammen mit Pater Hagel; dann wiederum ungefähr ein halbes Jahr allein und zuletzt mit Pater Lugmayr. Bei den diesjährigen Priesterweihen ereilte mich die Nachricht, dass ich wahrscheinlich die inzwischen liebgewonnene Gemeinde in Stuttgart verlassen und nach Augsburg übersiedeln müsste, wo ich schon mehrmals Vertretungen übernommen habe.  Das ist jedoch nicht mein erster Kontakt in Richtung Bayern. Bereits vorher schon – und auch bevor unser Heiliger Vater den Papstthron bestieg – habe ich auf zahlreichen Reisen das katholische Land im Südosten Deutschlands liebgewonnen. (Auf diesen Reisen nach Bayern habe ich auch von den Einwohnern erfahren, dass ich ein „Preuße“ sei.)

 

Vielleicht war das jetzt nicht der günstigste Einstieg, um mich bei Ihnen vorzustellen; aber Tatsache ist: Ich komme aus Berlin. Dort bin ich geboren und aufgewachsen.  Nach meinem Bundeswehrjahr und einer kurzen Zeit auf der TU-Berlin trat ich 1997 in das Priesterseminar der Piusbruderschaft ein. Als sich trotz der Annäherungsbemühungen die Piusbruderschaft weiterhin von Rom distanzierte, trat ich vor meiner Priesterweihe aus der Piusbruderschaft aus und beendete mein Studium in Rom auf dem Angelicum (Universität der Dominikaner). Ich war damals beteiligt am Aufbau des Instituts St. Philipp Neri in Berlin, wo ich auch immer noch offiziell Mitglied bin. Im Oktober 2004 legte mir Kardinal Castrillón-Hoyos in meiner Heimatstadt Berlin die Hände zur Priesterweihe auf.

 

Durch das beherzte Wirken von Pater Huber hat sich das Apostolatsfeld in Augsburg in den vergangenen Jahren beständig ausgeweitet und ein weiterer Priester wurde notwendig. Auch das jüngst erschienene Motu Proprio des Papstes wird sich sicherlich noch günstig auf unser Apostolat auswirken. So blicke ich mit Zuversicht in die Zukunft und hoffe auf eine segensreiche und fruchtbare Zusammenarbeit.

 

Ihr Pater Markus Rindler

 

Ein Gebet des Hl. Petrus Canisius:

 

Dir sei es geklagt,

o allerheiligster und

weisester Vater, dass unser

eigener Wille so tief in uns

steckt und so oft hervorbricht,

uns an allem Guten hindert

und uns zu allem Bösen

führt und, was noch

schlimmer ist, auch deinem

lieben heiligen Willen

widerstrebt.

Wir Menschen sollen ja

Über die anderen Geschöpfe

hinaus dir ganz unterworfen

und gehorsam sein.

So erzeigen wir uns jedoch

unter allen sichtbaren

Geschöpfen so undankbar

und widerspenstig, dass

wir uns gegen deinen

göttlichen Willen setzen

und mit Freunde sündigen.

Petrus Canisius (1521-1597),

Jesuit und Kirchenlehrer