Ausgabe

Nr.28

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus April

2007

 

Liebe Freunde u. Wohltäter!

 

 

Viele von Ihnen haben die Kar- und Ostertage erstmals in St. Margareth erleben dürfen. Wie reich wurden wir durch die Liturgie beschenkt – oft sind wir alle sehr ergriffen gewesen durch die reichen und tiefen Zeremonien, Texte und Gesänge. Eine kleine Auswahl von Bildern können Sie in der Kirche sehen oder auch im Internet unter der Niederlassung der Petrusbruderschaft in Augsburg.

 

Nachdem diese Gnadenfülle der Erlösung der Möglichkeit nach für uns erschlossen ist, gilt es von diesen Schätzen zu leben! Vielleicht sollten wir unsere „Leitungen“ erneuern… d. h. das Meer von Gnaden existiert. Aber die Rohre, Leitungen und Flussbetten können so wenig aufnehmen, weil so oft noch aus alten, von Misstrauen geprägten Zeiten stammen. Diese Leitungen sind vielleicht eng, geflickt und tropfen… Gott lädt uns ein zu Quellen und Strömen Seiner Barmherzigkeit zu werden, nach der diese arme Welt hungert und dürstet.

 

Die „Leitungen“ zu erneuern kann heißen immer wieder hinauszuwachsen über die Sorgen, die fesseln und binden. Was überdauert uns? Was nützt uns für die Ewigkeit? Manchmal bringt auch der Blick auf die Not andere unser jammerndes Ego zum schweigen. Bitten wird den Hl. Geist, auf dessen Herabkunft wir uns nun  vorbereiten, um sein Licht!

 

Wie Sie gesehen haben, erstrahlt der linke Seitenaltar unseres Margarethkircherls samt Wänden in neuem Glanz. Hochaltar und rechter Seitenaltar mit Wänden sollen zügig im Juli restauriert werden. Ich bitte Sie um Ihre Hilfe für diesen weiteren Abschnitt, soweit es Ihnen möglich ist. Auch die Kar- und Osterliturgie hat einige Kosten verursacht (Verhüllung der Altäre, eine große Leiter, das Hl. Grab, Blumenschmuck usw.) Bitte fügen Sie Spenden, die ausschließlich für die Kirchenrenovierung gedacht sind, das Kennwort „St. Joseph“ bei. ER ist unsere „Finanzminister“. Vergelts Gott für jede Hilfe.

 

Einen Artikel zum Pfingstfest hat Br. Bernward geschrieben. In der Gottesdienstordnung ist auch auf die Diakonats – und die Priesterweihe verwiesen. Begleiten wir die Seminaristen auf dem Weg Ihrer Berufung.

 

Mit priesterlichem Segensgruß

 

 

 

 

 

Liebe Freunde von St. Margareth und des Augsburger Apostolates!

 

Mit ein paar Gedanken zum Hl. Pfingstfest und zum Hl. Geist, der manchmal etwas vergessenen Göttlichen Person der heiligsten Dreifaltigkeit  soll Euch wieder einmal ein Gruß von „Eurem“ Seminaristen aus Wigratzbad erreichen.

 

Bei seinen Abschiedsreden zu seinen Jüngern beim letzen Abendmahl sagte Jesus: „Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben, den Geist der Wahrheit…“ Joh. 14,26 a und: „Er wird Zeugnis geben von mir und auch ihr werdet Zeugnis geben von mir.“ Joh. 15,26+27

Als ich in der Osterwoche in Augsburg war, ist mir etwas Besonderes in unserer Margarethenkirche aufgefallen. Nämlich dass es in allen 4 Himmelsrichtungen je eine Heilig Geist Darstellung gibt: Oben am Hochaltar über dem Altarbild, im Deckengemälde, das ja das Pfingstereignis darstellt, auf dem Bild des Hl. Johannes  Nepomuk über der Sakristeitür und diesem direkt gegenüber an der Nordwand im Bild der Krönung Mariens (der besonders aufmerksame Kirchenbesuchern findet noch eine 5. Darstellung am Schalldeckel der Kanzel). Achten Sie einmal bei Ihrem nächsten Kirchenbesuch – vielleicht nicht gerade während der Messe - auf die kreuzförmig angeordneten Darstellungen. Der Heilige Geist umgibt den Beter von allen Seiten. Das ist eine sehr schöne und tröstliche Wahrheit, die uns hier bildlich vor Augen geführt wird. Ist doch der Heilige Geist die Liebe die dem Vater mit dem Sohn verbindet, in die wir alle mit hineingenommen sind durch die Taufe. Deshalb steht über der Heilig Geistdarstellung des Hochaltares: „Ex aqua et spiritu sancto“( Aus Wasser und Heiligem Geist). Das erinnert uns an unsere Taufe.

Die Pfingstdarstellung im Deckengemälde zeigt uns die Apostel, die im Abendmahlsaal um Maria versammelt im Gebet verharren. Fünfzig Tage nach der Auferstehung waren sie immer noch verängstigt hinter verschlossenen Türen gesessen. Da bricht wie Sturmbrausen und Feuer der Heilige Geist die Verschlossenheit und macht die Apostel fähig hinaus zu gehen und den Menschen in allen Sprachen, also jedem verständlich, die Botschaft Jesu zu verkünden. Wenn wir in unserem Margarethkircherl die Heilige Messe feiern werden auch wir gesandt, um Zeugnis zu geben und allen, die uns begegnen Zeugen der Liebe Gottes zu sein. Wie der Hl. Johannes Nepomuk die Kraft zum Martyrium erhielt, so will uns der Hl. Geist auch stärken und trösten, wenn wir mit den Leiden konfrontiert werden. Und wie Maria will auch uns der Hl. Geist mit der Krone des Lebens belohnen für unseren Glauben und unsere Treue.

Es wundert nicht, dass es in unserer Kirche so viele Darstellungen des Hl. Geistes gibt. Wenn wir bedenken, dass die Kirche früher einmal zum alten Hl. Geist Spital gehört hat. Oft wurde gerade für Spitäler und Armenhäuser dieses Patrozinium gewählt. Denn der Hl. Geist wird in der Hl. Schrift und in der Liturgie immer wieder Tröster, Heiler, Freund der Armen, Liebe etc. genannt.

Das Hl. Pfingstfest ist gleichsam der Geburtstag der Kirche weil die Apostel an diesem Tag „die Kraft der Höhe“ empfingen und vom Pfingstsaal hinauszogen in alle Welt.

Gerne möchte ich Sie alle einladen bei Ihrem nächsten Besuch in St. Margareth Ihr Herz zu öffnen für die Kraft aus der Höhe, dem den Hl. Geist. Lassen Sie sich stärken, lassen Sie sich leiten, lassen Sie sich lieben, ja lassen Sie sich senden. All das geschieht ja wirklich, wenn wir das Hl. Messopfer feiern in unserem schönen Margarethenkircherl.

All das erbitte ich Ihnen allen im Gebet.

Mit der Bitte um Ihr Gebet, grüßt Sie aus dem Priesterseminar in Wigratzbad,

 

Ihr fr. Bernward v.d. Linden.