Ausgabe

Nr.25

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus November

2006

 

Liebe Freunde und Wohltäter!

 

Das Kirchenjahr geht langsam seinem Ende zu und der Totenmonat November erinnert uns an unsere eigene Vergänglichkeit – zumindert an die auf dieser Erde und die unseres Leibes. Der Tod ist für uns nicht das Ende, sondern der Beginn der Ewigkeit. Das Ende unseres irdischen Lebens zeigt uns jedoch auch die Begrenzung Gutes zu tun auf Erden, zu glauben ohne zu sehen, zu wirken für das Reich Gottes. Noch ist die Zeit der Gnade...!

 

Vor einigen Tagen sagte mir jemand im Gespräch! Wenn wir Jesus Christus durch den Glauben in unser Leben einlassen, so ist das wie wenn ich diesen hohen Gast in meine dunkle, unaufgeräumte Wohnung führe. Wenn ER sein göttliches Licht anmacht, dann erkenne ich das volle Ausmaß meiner inneren Unordnung. Wir könnten  fast mutlos und erschlagen sein von dem Chaos, das sich da im Licht Gottes darbietet. In seiner liebevollen Art handelt Gott jedoch in den meisten Fällen anders: er macht nicht das „große“ Licht an, sondern er leuchtet wie mit einer Taschenlampe auf die eine oder andere Stelle, auf diesen oder jenen „wunden Punkt“. Er zeigt uns diese dunklen Flecken und gütig weist er Möglichkeiten heil, rein und lichtvoll zu werden. Dies kann geschehen durch eine innere Erkenntnis im Gebet, durch ein Wort, das wir hören oder lesen. Oder durch Gespräche mit Menschen: Sogar dann kann SEINE Hand im Spiel sein, wenn uns andere Menschen etwas vorwerfen… Seine Art zu handeln ist vielfältig!

Wie wäre es diesem höchsten Gast in diesem Sinn von neuem die Türe des Herzens zu öffnen? Die Angst zu überwinden auf die eigenen wunden Punkte zu schauen, weil ER uns liebevoll neue Möglichkeiten von Heil- und Ganzwerden eröffnet?

 

Pauline von Mallinckrodt hat folgendes Gebet formuliert:

 

Jesus, du mein Kompass:

 

Der Steuermann

schaut immer auf den Kompass

oder auf den Polarstern hin

und richtet danach sein Schiff.

Sei du mein Kompass

sei du mein Stern, o Jesus!

 

Herr,

lehre du mich die große Kunst,

stets ruhig voranzukommen,

stets zu wachsen

im inneren Leben,

was es auch immer gibt.

Ich will nicht bald nach rechts,

bald nach links hin steuern, -

immer – grad auf dich los,

du mein Kompass, du mein Stern!

 

Mit priesterlichen Segensgruß!

 

 

 

 

Es folgt nun ein Brief  von Bruder Bernward OSB, der fast ein halbes Jahr lang unser sonntägliches Hochamt mit Choralgesängen verschönt hat und Ende September ins Wigratzbader Priesterseminar eingetreten ist.

 

 

Liebe Freunde des Augsburger Apostolates!

 

Für eine Pfarrei ist es immer etwas Besonderes, wenn einer der ihren sich für den Weg des Priesterberufes entscheidet und ins Priesterseminar eintritt. Viele sind es dann oft, die den neuen Seminaristen, der ja einer der ihren ist, mit Gebet und Opfer unterstützen und ihn mit Freundschaft und Verbundenheit begleiten. Für den Seminaristen ist das sehr kostbar und wichtig, wenn er über seine Familie hinaus auch von vielen Betern der Heimatpfarrei unterstützt und getragen wird, gerade auch in den Zeiten, da seine Berufung durch das Tal der Prüfungen gehen muss. Eine alte Weisheit besagt, dass eine Priesterberufung mindestens 100 treue Beter braucht, um zum Ziel zu kommen! Das ist sicher richtig, besonders in unserer Zeit, die so dringend gute Priester braucht und in der die geistliche Opferbereitschaft seltener wird.

Nun, da ich am 29.09. diesen Jahres meinen Weg zum Priesterberuf im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad begonnen habe, möchte ich Euch, liebe Gläubige des Augsburger Apostolates, um das Almosen Eures Gebetes bitten, das ich so dringend benötige, um dieser schönen aber auch schwierigen Berufung gerecht zu werden und treu zu bleiben.

 

Einige kennen mich sicher schon, aus verschiedenen Begegnungen in Landsberg und Augsburg.  Mein Name ist Bernward van der Linden und viele kennen mich als Benediktiner von St. Ottilien, der sich auch gelegentlich bei den hl. Messen im gregorianischen Choral versucht hat. 17 Jahre habe ich der Kongregation von St. Ottilien angehört, mit großer Dankbarkeit und in bleibender Verbundenheit blicke ich auf diese Zeit des geistlichen Reifens zurück. Sehr dankbar bin ich meinen Ordensoberen, dass sie mich freigegeben haben, damit ich meiner ersten Berufung, nämlich der zum Priester, folgen kann und so zum Wachstum des Reiches Gottes, zur Rettung der Seelen und zur Bewahrung des liturgischen Reichtums der katholischen Kirche beitragen kann.

Das Studium in Wigratzbad wird immer wieder ergänzt durch Einsätze in den verschiedenen Apostolaten, ich hoffe sehr, dass ich immer wieder die Möglichkeit haben werde bei Euch im Augsburger Apostolat zu sein, denn für mich sind St. Margareth und auch die Ignatiuskapelle in Landsberg aber vor allem die Menschen, die Gesichter denen ich dort begegnet bin, zu einer geistlichen Heimat geworden.

So möchte ich noch einmal um Euer eifriges Gebet für meine Mitbrüder und mich bitten und Euch allen versprechen, Euch und Eure Anliegen der „unbefleckten Mutter vom Sieg“ in Wigratzbad anzuempfehlen.

 

Euer Bernward van der Linden