Ausgabe

Nr.23

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus Juni

2006

 

Liebe Freunde und Wohltäter!

Das Echo auf den Plan unser Margarethkircherl mit der Hilfe des Hl. Josef zu neuem Glanz zu verhelfen, war sehr positiv. Viele von Ihnen haben das Anliegen wohlwollend aufgenommen und unterstützen diese Aktion mit Gebet, kleinen und großen Spenden, sodass mittlerweile über 15.000.- Euro zusammengekommen sind. Vor einigen Tagen nun habe ich erneut Verhandlungen mit Vertretern der Stadt Augsburg aufgenommen, um die jeweiligen Schritte zu konkretisieren. Möge der Hl. Vater Josef weiterhin sorgen, dass dieses Gotteshaus eine würdige Stätte der Anbetung und der Feier der Liturgie bleibt.

Mit fast noch größerer Dankbarkeit erfüllt uns die Erlaubnis des neuen Augsburger Bischofs Dr. Walter Mixa  nun an jedem Sonntag die Hl. Messe in St. Margareth feiern zu dürfen. Gerade einige Tage vor dem Fest des Hl. Josef traf ich Bischof Mixa und sehr wohlwollend und liebevoll hat er die Erlaubnis ausgesprochen, die mittlerweile auch schriftlich formuliert ist. Damit ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Das Ganze ist eine große Ermutigung in und mit der Einheit der Kirche für unsere Anliegen zu stehen. Für uns alle gilt auch hier das Wort des Herrn: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Es liegt nun an uns auf dem Vertrauen des Bischofs aufzubauen, d.h. wir wollen dankbar und demütig aus der Fülle der klassischen römischen Liturgie schöpfen zum Segen und zum Aufbau des Reiches Gottes in der einen Kirche Christi.

Eine gute Frucht reift in der Regel langsam: 10 Jahre sind es nun her, dass Bischof Dammerzt von Ihnen, den Gläubigen, gebeten wurde in Augsburg eine Möglichkeit für hl. Messen im tridentinischen Ritus zu schaffen. Dankbar dürfen wir feststellen: dieser Same ist aufgegangen.

Voll Freude möchte ich Sie jetzt schon auf den 24. September verweisen. An diesem Sonntag wollen wir unser kleines Jubiläum „10 Jahre Hl. Messe im klass. Ritus in St. Margareth“ feiern. Geplant ist ein levitiertes Hochamt, Vortrag im Haus St. Ulrich und Sakramentsandacht.

Was nutzt jedoch das äußere Wachstum, wenn es nicht gepaart ist mit dem inneren Wachstum und Entfalten. Vor uns steht das hl. Pfingstfest, das dritte große Hochfest dieses Kirchenjahres: der Same der Advents- und Weihnachtszeit ist gewachsen und besonders durch die hl. Karwoche gereift, dürfen wir nun in der Zeit nach Pfingsten die Früchte der Erlösung empfangen. Sie sehen das nebenstehende Bild: die Apostel legen den Menschen die Hände auf und sie empfangen den hl. Geist. Darunter den Satz aus der hl. Schrift: „Wisst ihr nicht, dass ihr ein Tempel Gottes seid?“ – Rüttelt uns nicht dieser Satz auf? Klar, wir wissen, wir sind gefirmt und wollen im Stand der heiligmachenden Gnade leben. Aber wie oft verkriechen wir uns ehrlich gesagt in dunkle Verliese und Räuberhöhlen, die wenig zu tun haben mit der Schönheit des göttlichen Tempels in uns. Die Heiligen sagen eine Seele sei so unendlich schön, dass wir fast sterben würden, könnten wir diese Schönheit sehen. Lassen wir uns vom Hl. Geist immer wieder erheben. Wenn wir einige Stockwerke in unserem „Seelentempel“ hinaufsteigen, schauen vielleicht auch die Probleme des „Kellers“ etwas anders aus…

„Komm, hl. Geist und entzünde die Herzen deiner Gläubigen und du wirst das Angesicht der Erde erneuern!“

 

Mit priesterlichem Segensgruß!