Ausgabe Nr. 18

Mitteilungen zu den hl. Messen in St. Margareth und zum klassischen römischen Ritus

Februar 2005

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

Mit großer Freude möchte ich Ihnen heute mitteilen, dass wir am 10. April in St. Margareth in Augsburg ein levitiertes Hochamt feiern werden. Der Grund: ein Teil der Seminaristen aus Wigratzbad wird uns an diesem „Gut-Hirten-Sonntag“ (2. So. n. Ostern) besuchen. Jedes Jahr wollen die Seminaristen ihre Ausbildungsstätte an einem anderen Ort vorstellen und heuer steht Augsburg auf dem Programm. Das Levitenamt (mit Diakon und Subdiakon) wird der Subregens Pater Christoph Fuisting zelebrieren. Anschließend besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen im Haus St. Ulrich (Kosten ca. 10 Euro), wo uns dann ein Saal zur Verfügung gestellt wird, um durch Worte und Dias über das Leben im Priesterseminar St. Petrus informiert zu werden. Es besteht dann auch die Gelegenheit dem Subregens und den Seminaristen Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Wir beschließen den Nachmittag mit einer feierlichen Vesper in St. Margareth. Um besser planen zu können, bitte ich um Anmeldung durch beiliegende Vordrucke, die Sie dann in den kommenden Wochen in St. Margareth oder in der Ignatiuskapelle Landsberg abgeben können.

 

Dieses Ereignis wird wie gesagt am Sonntag des guten Hirten sein und so möchte ich ein wenig diesen Gedanken aufgreifen. Der gute Hirte passt nämlich nicht nur in die Osterzeit, sondern auch in die Fastenzeit. Jeder Tag dieser Vorbereitungszeit auf Ostern hat eigene Messtexte, die uns begleiten. Am Montag nach dem ersten Fastensonntag hören wir wie Gott sich schon im alten Testament mit dem guten Hirten vergleicht. Beim Propheten Ezechiel (34. Kap.) heißt es: „So spricht Gott der Herr: Seht ich selbst will nach meinen Schafen sehen…. .

Wie ein Hirt sich um seine Herde sorgt…. so werde auch ich mich um meine Schafe sorgen und sie erretten aus all den Orten, an die sie versprengt wurden am Tage des Gewölkes und der Finsternis“.  Wir ahnen was mit diesen Worten gemeint ist. Gleicht nicht die Kirche einer zerstreuten Herde? Jeder von uns kann ein Lied davon singen! Wir können uns auch vorstellen, was mit dem „Tag des Gewölkes und der Finsternis“ gemeint sein kann: die  Nacht des Widersachers Gottes und die Finsternis der Gottferne in so vielen Seelen… und genau da tritt der gute Hirt auf: Christus, der Sohn Gottes, gekreuzigt und auferstanden; er, der von sich sagen kann: Ich bin das Licht der Welt. Ich bin der gute Hirte.

 

Aber nicht nur die äußere Herde, die Kirche, wird er „aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land zurückführen“. Er kümmert sich um jeden von uns. Auch in uns gibt es den  „Tag des Gewölkes und der Finsternis“. Der gute Hirte durchbricht diese Schatten unseres Herzens, wenn wir es möchten und zulassen.  Unendlich kostbar sind die Wochen der Fastenzeit und die Osterzeit, besonders das Fest der göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern. Was Gott im alten Testament gesagt hat (vgl. Ez. 34) vollendet Christus, der gute Hirte: „Was verloren werde ich aufsuchen; was versprengt, zurückführen; was gebrochen, verbinden; was schwach ist, werde ich kräftigen; was fest und stark, erhalten“.

 

Lassen wir uns vom guten Hirten finden. „Jesus Christus, guter Hirte, ich will mich von Dir führen lassen; heile und leite mich!“

 

Mit priesterlichem Segensgruß!