Ausgabe

Nr.14

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus März

2004

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

 

Die Karwoche und das hl. Osterfest rücken näher. Lassen wir Gott selbst in unserer Seele wirken. Viel nützlicher ist es, den Schöpfer und Erlöser handeln zu lassen als selbst zu tun: Mehr „lassen“ als „tun“, d.h. Ängste und Sorgen loslassen, Seine Liebe zulassen und sich IHM überlassen. Damit übergeben wir nämlich Gott unseren Eigenwillen und ER weiß, was für uns das Beste ist. Vorraussetzung natürlich ist, dass sich unser ganzes Wesen nach ihm sehnt, Gott schon erfahren hat und erkennt: Aus eige­ner Kraft kann ich IHM nicht näher kommen.

Nehmen wir uns doch wieder mehr Zeit, um Jesus Christus zu uns sprechen zu las­sen. Verschieben wir nicht immer wieder das „Treffen“ mit ihm. Oft ist es so, dass wir vor lauter Suchen nach einem günstigen Zeitpunkt der Begegnung, gar nicht mit ihm reden. Wir meinen, wir dürften erst zu ihm kommen, wenn einige Bedingungen erfüllt sind. Jesus leidet, dass wir nicht zu ihm kommen, so wie wir sind.

Der nachfolgende Text kam mir schon vor vielen Jahren in die Hände. Der Ursprung ist unbekannt und es ist auch nicht wichtig, etwas über den Menschen zu wissen, zu dem der Herr so gesprochen hat. Aber ist seine so liebevolle Stimme, die zu uns sagt:

Liebe mich, so wie du bist!
Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drang­sale deiner Seele, die Schwächen deines Leibes. Ich weiß auch um deine Feigheit, deine Sünden und trotzdem sage ich dir: „Gib mir dein Herz, liebe mich, so wie du bist!“
Wenn du darauf wartest, ein Engel zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, wirst du mich nie lieben. Wenn du auch feige bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden, wenn du auch oft in jene Sünden zurück fällst, die du nicht mehr begehen möchtest, ich erlaube dir nicht, mich nicht zu lieben! Liebe mich so, wie du bist!
In jedem Augenblick und in welcher Situation du dich auch befindest, im Eifer oder in der Trockenheit, in der Treue oder Untreue, liebe mich, so wie du bist! - Ich will die Liebe deines armen Herzens, denn wenn du war­test, bis du vollkommen bist, wirst du mich nie lieben!
Könnte ich vielleicht nicht aus jedem Sand­körnchen einen Seraph machen, strahlend vor Reinheit, Edelmut und Liebe? Bin ich nicht der Allmächtige? Und wenn es mir gefällt, jene wunderbaren Wesen im Himmel zu belassen, um die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen bin ich nicht immer der Herr meiner Liebe?
Mein Kind, lass mich dich lieben; ich will dein Herz. Sicherlich werde ich dich mit der Zeit umwandeln, doch heute liebe ich dich so, wie du bist und ich wünsche, dass auch du mich so liebst, wie du bist. Ich will aus den Untiefen deines Elends deine Liebe aufsteigen sehen!
Ich liebe in dir auch deine Schwächen, ich liebe die Liebe der Armen und Armseligen. Ich will, dass von den Elenden unaufhörlich der große Ruf aufsteige: „Jesus, ich liebe Dich!“
Ich will einzig und allein den Gesang deines Herzens; ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente. Eines ist mir nur wichtig: Dich mit Liebe arbeiten zu sehen!
Es sind nicht deine Tugenden, die ich wünsche. Wenn ich dir solche geben sollte -du bist so schwach, dass diese nur deine Eigen­liebe nähren würden. Doch kümmere dich nicht darum. Ich hätte dich zu großen Dingen bestimmen können - nein, du wirst der unnütze Knecht sein, und ich werde dir sogar das Wenige, das du hast, nehmen, weil ich dich nur für die Liebe geschaffen habe.
Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens wie ein Bettler - ich, der König der Könige! Ich klopfe an und warte! - Beeile dich, mir zu öffnen! Berufe dich nicht auf dein Elend. Wenn du deine Armseligkeit vollkommen kenntest, würdest du vor Schmerzen sterben.
Was mein Herz verwunden würde, wäre zu sehen, dass du an mir zweifelst, und es an Vertrauen zu mir fehlen lässt. Ich will, dass du auch die unbedeutendste Handlung nur aus Liebe zu mir tust. Ich rechne auf dich, dass du mir Freude schenkst!
Kümmere dich nicht darum, dass du keine Tugenden besitzt - ich werde dir die meinen geben. Wenn du zu leiden haben wirst, werde ich dir die Kraft dazu geben. Wenn du mir deine Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst, weit mehr als du dir erträumen kannst. Denke jedoch daran, mich zu lieben, so wie du bist!
Ich habe dir meine Mutter gegeben. Lasse alles, ja alles, durch ihr so reines Herz durchgehen!Was auch kommen mag, warte ja nicht da­rauf heilig zu werden, um dich der Liebe hinzu geben; du würdest mich nie lieben. - Und nun gehe und liebe mich, so wie du bist!

Lassen wir diese ermutigenden Worte Jesu in unser Herz dringen, auch im Hinblick auf das kommende Fest der göttlichen Barm­herzigkeit, das Jesus selbst gewünscht hat. Ich möchte auch an die Novene zur Vorbereitung auf dieses Fest erinnern. Sie beginnt am Karfreitag. Die Texte dazu können Sie auch bei mir bekommen.

So wünsche ich Ihnen ein frohes und geseg­netes Osterfest, durch das in unseren Her­zen verstärkt der Ruf aufsteigen möge: "Ja, Jesus, ich liebe Dich, so wie ich bin!"

Mit priesterlichem Segensgruß!