Ausgabe

Nr.7

Mitteilungen zu den hl. Messen in St Margareth und zum klassischen römischen Ritus September

2002

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

 

Die Monate vergehen sehr schnell. Der Sommer ist vorbei, die Schule hat wieder begonnen. nun wird es auch Zeit, dass Sie wieder einen neuen „Augsburger Rundbrief“ in den Händen halten können.

 

Was gibt es neues zu berichten?

Am 16. Juli 2002 war ich bei unserem H. H. Bischof Dammertz. Ich berichtete ihm über das Apostolat in St. Margareth und bat ihn die hl. Messe auch an jedem 5. Sonntag im Monat feiern zu dürfen, wenn dies der Fall ist. Der Bischof hat dazu seine Erlaubnis gegeben. Außerdem dürfen wir in Zukunft den Herz-Jesu-Freitag und den Herz- Mariä­ Samstag begehen. Der Priesterdonnerstag wird von nun an in Landsberg gefeiert. Um Ihnen über die möglichen hl. Messen einen Überblick zu geben, sind alle Termine in Augsburg und Landsberg hinten im Rund­brief aufgeführt.

 

Das Fest des hl. Erzengels Michael fällt heuer auf einen Sonntag, an dem wir eine zusätzliche hl. Messe in St. Margareth feiern dürfen. Ich möchte deshalb Ihren Blick auf diese große Engelgestalt lenken.

Als im Dritten Reich jede Jugendarbeit der Kirche verboten war, kamen die jungen Christen dennoch verborgen zusammen. Die Bekenntnislieder erklangen, die Glaubensüberzeugung wurde vertieft, echte Freude kam zu ihrem Recht, und vor allem fand die Jugend näher zum Kraftfeld des Altarsakramentes. Viele junge Menschen erkoren sich damals als ihren Schutzpatron den kämpfenden und siegenden Erzengel Michael. Sein Bild begleitete manchen jungen Menschen in den Irrsinn des Krieges, und sein Schutz half ihm nicht in den Sumpf der allgemeinen Verderbnis zu geraten. Sankt Michael ist seit alters her der Schutzpatron unseres Volkes, das gerade in unseren Tagen von innen und außen so sehr zersetzt wird. Blicken wir deshalb auf Sankt Michael, den Engel der Entscheidung.

 

Der Name des Erzengels bedeutet „Wer ist wie Gott?“ Er ist eine stete Mahnung an alle Engel und Menschen, Gott anzuerkennen und nicht in den Stolz und Größenwahn zu verfallen, der sich über Gott erheben will. Michael ist der Wächter an Gottes Thron. Nicht, dass er Gott bewachen müsste. Nein, die anderen Geister und Geschöpfe muss er bewachen und bewahren, dass sie nicht in den Abgrund stürzen. Dies „Wer ist wie Gott?“ sollte auch heute in die Regierungen und Parlamente hineingerufen werden, in die Sattheit der Gesellschaft, die nur auf Vergnügen aus ist. Überall wird doch der Versuch unternommen, ohne Gott auszu­kommen, ja seine heilige Majestät direkt zu leugnen. Wer aber sagt es den Betreffenden, die das Paradies auf Erden und den ewigen Frieden ohne Gott einrichten wollen? Gott hat schon gesprochen, unüberhörbar, und er spricht dauernd durch seine heilige Kirche. Auch wir gehören zur Kirche. Den Wach- und Warnruf Michaels „Wer ist wie Gott?“ sollen wir durch Wort und Beispiel künden - dort wo Gott uns in unserem Alltag hineingestellt hat.

 

Michaels Mahnung nutzte bei vielen nichts. Der Lichtengel erhob sich. Sein Stolz führte zu Verblendung und zu Sünde. Dagegen kämpft St. Michael. Er muss den Widersacher Gottes aus dem Himmel treiben, sonst wäre er selbst verloren.

Der geistige Kampf, in den wir selbst hineingestellt sind, ist die Fortsetzung des himmlischen Kam­pfes. Wo ist das Kampffeld? Überall, an vielen Orten der Erde ganz sichtbar, aber letzten Endes genauso hart. Der erste Kampfplatz aber ist unser Herz. Wie der Satan sich gegen Gott auflehnte‚ so lehnt sich sein Same auch in unserem Herzen gegen den Schöpfer auf. Er umwirbt uns mit seinen Versuchungen. Er packt uns an unserer schwachen Stelle. Kämpfen wir doch mit dem Erzengel Michael, der nur den einen Wunsch hat, uns zu Gott zu führen. Das Michaelsgebet, das wir oft nach der hl. Messe beten, kann wie ein Schwert sein, mit dem wir die Stricke und Fesseln der Versuchung durchtrennen.

 

Mit priesterlichem Segensgruß!

„Heiliger Erzengel Michael,

 verteidige uns im Kampfe,

gegen die Bosheit und die Nachstellungen

des Teufels  sei unser Schutz.

Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich.

Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,

stoße den Satan und die andern bösen Geister,

die in der Welt umhergehen,

um die Seelen zu verderben,

durch die Kraft Gottes in die Hölle.

Amen“